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Top-Manager müssen sich künftig stärker an ihrer Leistung messen lassen

Top-Manager werden europaweit zunehmend und in hohem Maße leistungsorientiert bezahlt: der variable Vergütungsteil bedeutet im Schnitt mehr als 50 Prozent des Jahresgesamtgehalts. Dies sind Ergebnisse der Studie „2009 – Eurotop 100 Directors’ Remuneration“, durchgeführt von der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates.

Deutsche Führungskräfte stehen noch mehr im Leistungs-Fokus. Hierzulande macht der variable Vergütungsbestandteil 76 Prozent der Jahresgesamtbezüge aus. Lediglich England hat mit 77 Prozent ein noch höheres variables Gehalt . „Gerade in Krisenzeiten ist eine leistungsbezogene Vergütung ein wichtiger Stellhebel, um Anreizwirkung zu entfalten und auf die Marktanforderungen zu reagieren. Da viele Unternehmen in diesem Jahr im Hinblick auf die Gehaltssteigerungen eine Nullrunde einlegen, wird der leistungsbezogenen Zusatzvergütung eine noch bedeutendere Rolle zukommen“, prognostiziert Thomas Aleweld.

Wegen der globalen Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen Schwierigkeiten, die "Spielregeln" einer erfolgsabhängigen Leistungskomponente festzulegen. „Die Bundesregierung sieht vor, den gesamten Aufsichtsrat für die Vorstandsvergütung verantwortlich zu machen. Ein solcher Beschluss würde dem Aufsichtsrat eine höhere Verantwortung zusprechen und seine Rolle stärken. Externe Vergütungsexpertisen hinsichtlich der Gehaltshöhe und -struktur könnten dann die Entscheidung des Aufsichtsrat absichern“, sagt Thomas Aleweld.

Europaweit keine großen Unterschiede

Die Studie zeigt eine starke Angleichung der Jahresgesamtbezüge der Spitzenmanager der Top 100-Unternehmen in Europa. Im Durchschnitt verdienen die höchstbezahlten Manager der untersuchten 100 europäischen Firmen rund 5,5 Millionen Euro. Dabei finden sich die nordischen Länder im unteren Bereich der Gehaltrankings, die Schweiz führt als Spitzenreiter die Tabelle an. „Die Top 100-Unternehmen in Europa müssen in der heutigen Zeit in punkto Vergütung länderübergreifend wettbewerbsfähig bleiben, da sie auf einem internationalen Talentmarkt um dieselben Mitarbeiter werben“, sagt Thomas Aleweld.

Die Krise fordert Personalkostenanpassungen

Die weltweite Wirtschaftskrise zwingt die Unternehmen, ihre Personalkosten anzupassen. Deshalb definieren viele Unternehmen derzeit die Vergütungspakete – insbesondere die Cash- und Aktienbasierte Anreizvergütung – ihrer Führungskräfte neu. „Die Gehaltsstrukturen müssen an die Anforderungen von Realität und Stakeholder angepasst werden. Dabei besteht die größte Herausforderung darin, den Interessen der herausragenden Leistungsträger als auch denen der Anteilseigner gerecht zu werden. Das Gelingen dieses Balanceakts hat einen entscheidenden Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg“, sagt Thomas Aleweld, Vergütungsexperte von Hewitt Associates.

Im Rahmen der Studie wurden die Jahresberichte (veröffentlicht am 31. Dezember 2008) der 100 größten Unternehmen in Europa ausgewertet. Für Deutschland waren dies die 14 folgenden Unternehmen: Allianz, BASF, Bayer, BMW, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post , Deutsche Telekom, e-on, Münchener Rück, RWE, SAP, Siemens und Volkswagen.

(Redaktion)


 


 

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