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Sicherheit im Netz

TÜV sorgt auch für Sicherheit im Netz

Natürlich verbindet man den TÜV in erster Linie immer noch mit der staatlich angeordneten Kfz-Prüfung. Deren Ausgang von normal (alles okay) bis heftig (sofortige Stilllegung) alles bereithält. Doch der TÜV Rheinland in Köln-Poll hat noch weitaus mehr zu bieten.

So widmeten sich die Ingenieure vom TÜV jüngst dem Thema „Einkaufen im Internet“ – und den damit verbundenen Risiken. Schließlich nutzen inzwischen mehr als 50 Prozent der Deutschen den PC als Shoppingcenter. Und diese Gruppe liest immer häufiger davon, dass Daten gehackt werden, wie zuletzt im Falle Sony/Playstation, aber auch bei den i-tunes. Hierbei drangen Datendiebe in die Rechner der jeweiligen Unternehmen ein, um Unheil anzurichten.

Besonders kritisch wird es, wenn Zahlungsdaten in die falschen Hände geraten. Kriminelle können Kreditkartennummern und Kontoinformationen missbrauchen, um unbefugt Zahlungen anzuweisen. Aber auch mit den so genannten personenbezogenen Daten – Name, Wohnort, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse etc. – ist sorgfältiger Umgang angebracht. Solche Daten sind eine Goldgrube für Absender unerwünschter Werbung und unseriöser Angebote.

Doch die Risiken beim Onlinekauf kann man auf ein Minimum reduzieren, weiß der TÜV Rheinland. Ein erster Tipp, der das Surfen leider weniger komfortabel gestaltet: „Schon beim Aufrufen der Website sollte man die Adresse immer direkt eintippen und nicht einfach auf einen Link in einer E-Mail klicken“, empfiehlt Dr. Daniel Hamburg, Experte für Datensicherheit von TÜV Rheinland. Schnell landet man per Mausklick auf einer nachgebauten Website, die vom Original eigentlich gar nicht zu unterscheiden ist. Hinweise auf eine getürkte Seite liefern am ehesten noch Rechtschreibfehler, denn selbst mit der neuen Rechtschreibung tun sich finstere Gesellen durchaus schwer.

TÜV rät zum Blick auf die Adresszeile

Kommt man an die Stelle, wo es um die Eingabe von Logindaten geht, ist ein Blick auf die Adresszeile des Browsers sinnvoll. Sie signalisiert ein sicheres Übertragungsprotokoll. „Der Nutzer erkennt das daran, dass die Webadresse nicht mehr mit dem üblichen http, sondern mit https beginnt“, erklärt TÜV-Datensicherheitsexperte Dr. Hamburg. „Je nach Browser wird die Adresse außerdem grün unterlegt oder es erscheint ein Schlüssel- oder Schloss-Symbol.“

Trotz aller Vorsicht kann der Nutzer nicht direkt überprüfen, wie ein Online-Shop mit den bereits gesammelten Daten umgeht. Doch wer auf Siegel wie das Zertifikat „Geprüfte Online-Applikation“ von TÜV Rheinland achtet, kann sich darauf verlassen, dass der Anbieter hohe Standards im Bereich Datensicherheit erfüllt. Außerdem prüfen die TÜV Rheinland-Experten, ob die Datenschutzvorschriften eingehalten werden. „Die Weitergabe von Kundendaten bedarf laut Bundesdatenschutzgesetz der Zustimmung durch den Betroffenen“, weiß Dr. Hamburg, „Das Erteilen der Zustimmung ist jedoch häufig versteckt und nicht als solche erkennbar.“ Kunden sollten daher aufmerksam lesen, bevor sie etwas bestätigen

(FN)


 


 

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