Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell Messen
Weitere Artikel
Übungsmodell für Gesichtschirurgen

Jenenser Exponat auf dem „Innovationstag Mittelstand“ in Berlin

Der Jenenser Implantate-Hersteller 3di GmbH entwickelt gemeinsam mit der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten des benachbarten Universitätsklinikums ein Kopfmodell für die gesichtschirurgische Ausbildung. An der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Innovation können Eingriffe im Gesichts- und Kopfbereich simuliert und trainiert werden. Die Neuheit wird als Beleg für Top-Leistungen der mittelständischen Industrieforschung am 1. Juli auf dem 16. Innovationstag Mittelstand in Berlin gezeigt.

Der Ansatz der Industrieforscher: In der Anästhesie oder Gefäßchirurgie werden menschenähnliche Dummys oder künstliche Gefäße schon routinemäßig genutzt. Für die Weichgeweberekonstruktion, die besonders hohe Anforderungen an die Chirurgen stellt, existierte bislang jedoch kein Simulationsmodell. Die Ausbildung erfolgt traditionell nur im Operationssaal.

Bei der „Entwicklung und Verifikation anatomischer Trainingsmodelle des Kopfes“ – so die exakte Bezeichnung des Projekts – ist das Material, mit dem die Weichteilplastik simuliert werden kann, eine besondere Herausforderung. Inzwischen bietet die patentierte Ersatzhaut der 3di GmnbH naturgetreue Elastizität, entsprechende Härte und Haptik, gute Verarbeitungseigenschaften, ausreichende Festigkeit und die erforderliche Oberflächengüte. Der Simulator soll zudem realitätsnah mehrere Schwierigkeitsstufen ermöglichen. Neben dem einfachen Hautmodell zum Üben von Nahttechniken und Lappenplastiken soll er zugleich auch ein komplexes Modell des Gesichts mit Hartgewebeunterlage und zweiteiligem Mantel aus Ober- und Unterhaut sowie integrierter arterieller Gefäßversorgung und Gesichtsnerv sein.

Die Neuentwicklung soll zugleich eine wiederhol- und damit kontrollierbare chirurgische Ausbildung in Standardsituationen erlauben. Durch die verschiedenen Varianten können spezielle OP-Methoden oder anatomische Besonderheiten vermittelt werden. „Bis Ende 2010 werden wir einen voll funktionsfähigen Prototypen präsentieren können“, erklärt Thomas Koerbs, Leiter der Forschung und Entwicklung bei 3di. „Bis zur Entwicklung eines einsatzfähigen Produkts dürfte es noch bis Mitte 2011 dauern. Das Interesse ist groß, insbesondere bei Krankenhäusern und Unikliniken.“

Beim Innovationstag Mittelstand des BMWi in Berlin werden neben dem Übungskopf-Modell mehr als 160 weitere Top-Lösungen präsentiert, mit denen Mittelständler ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und einen strategischen Beitrag für mehr Umsatz und Beschäftigung leisten.

Weitere Informationen: www.zim-bmwi.de, www.3di.de, Tel. 03641 50-960

(Redaktion)


 


 

Gesichtschirurg
Übungsmodell
Innovationstag Mittelstand
3di GmbH
Anästhesie
Gefäßchirurgie
Dummy

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Gesichtschirurg" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: