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  • 29.09.2010, 11:09 Uhr
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  • Köln-Bonn
Eigenheim

Förderungsmöglichkeiten für barrierefreie Umbauten am Eigenheim

Im Rollstuhl zu sitzen ist nicht leicht, doch noch schlimmer ist es, bei völliger geistiger Gesundheit in ein Pflege- oder Altersheim zu müssen. Speziell für junge Menschen, die aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sitzen, ist die Unterbringung in ein Pflege- oder Altersheim natürlich keine angenehme Situation; die Aussicht, in diesem Heim die nächsten Jahrzente verbringen zu müssen, gefällt natürlich noch weniger.

Doch nicht nur junge Menschen leiden, wenn sie in ein Pflegeheim eingewiesen werden, sondern auch alte Menschen. Man wird nach vielen Jahrzehnten aus der vertrauten Umgebung gerissen und ist rund um die Uhr in einem Heim, dessen Mitarbeiter, mögen sie auch noch so motiviert sein, die eigene Familie natürlich niemals ersetzen können. Was viele Angehörige oftmals nicht wissen, ist, dass das eigene Haus oft mit wenigen Umbauten komplett behindertengerecht ausgebaut werden kann.

Umbauten

Diese sogenannten barrierefreien Umbauten sind oft in wenigen Tagen erledigt. Neben Rampen und Türverbreiterungen für Rollstuhlfahrer ist eine Umbaumaßnahme ganz besonders wichtig, damit jüngere und ältere gehbehinderte Menschen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben führen können – der Einbau eines Treppenaufzugs.
Die oft auch als Lifta Treppenlift bezeichneten, speziell für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen ausgerichteten Aufzüge gibt es in verschiedenen Ausführungen, entweder als Konstruktion für Rollstuhlfahrer oder als Konstruktion mit Sitzgelegenheit für gehbehinderte Menschen.

Förderungsmöglichkeiten

Die Kosten für so einen Treppenaufzug schrecken viele Angehörige oftmals ab, denn der Einbau eines hochwertigen Treppenlifters kann schnell einige tausend Euro kosten. Doch es gibt einige Möglichkeiten, wie Angehörige Fördergelder bekommen können und nur mehr einen kleinen Teil selbst zahlen müssen. Zwar kommt die gesetzliche Krankenkasse nach wie vor nicht für den Einbau auf, dafür aber die Bundesagentur für Arbeit, abhängig von der Höhe und der Dauer der eingezahlten Sozialversicherungsbeiträge.

Auch spezielle Fördergelder können in den Gemeinden oder direkt bei der jeweiligen Landesregierung beantragt werden. Des weiteren kommen oftmals Pflegeversicherungen bis zu einer Höhe von 2.500 Euro für die Kosten auf. Sitzt der oder die Angehörige aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl, so kommt entweder die Berufsgenossenschaft (bei einem Arbeitsunfall) oder die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners für die Kosten auf. In Fällen, wo die oben genannten Fördergelder aus verschiedenen Gründen nicht genehmigt werden, kann man sich auch an das zuständige Sozialamt wenden. In einem Großteil der Fälle wird man von einer der oben genannten Stellen eine finanzielle Hilfe bekommen, so dass man nur mehr einen kleinen Teil der Kosten selber zahlen muss. So ermöglicht man einem auf den Rollstuhl angewiesenen Angehörigen ein selbstbestimmtes Leben im Kreis der Familie.

(Redaktion)


 


 

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