Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Umfrage der IHKs im Rheinland

Konjunktur im Zehn-Jahres-Hoch

Die sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern haben in der Landeshauptstadt die Ergebnisse ihrer aktuellen Konjunktur-Umfrage präsentiert. Die zentrale Botschaft: Die rheinische Wirtschaft erlebt gerade ein Zehn-Jahres-Hoch. Nur der zunehmende Fachkräftemangel trübt die Stimmung ein wenig.

Rund 2.700 Unternehmen haben die rheinischen IHKs Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Duisburg, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie zu ihren Erwartungen für 2018 befragt. „Der rheinischen Wirtschaft geht es so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr“, fasst Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, das Ergebnis zusammen. Dazu beigetragen haben sowohl die Inlands- als auch die Auslandsnachfrage. Die Inlandsnachfrage wird durch den hohen und weiter steigenden Beschäftigungsstand, steigende Einkommen, anhaltend niedrige Zinsen sowie einem verbreiteten Optimismus getragen. Da sich die Weltwirtschaft inzwischen im Aufschwung befindet, legt auch der Export erheblich zu. Durchaus vorhandene Risiken – wie etwa der anstehende Brexit, die Türkei- und Nordkorea-Krise sowie die jüngste Entwicklung in Spanien – trüben bislang noch nicht die Stimmung.

Aufschwung hat Fahrt aufgenommen

„Aktuell berichten 47 Prozent der Betriebe über eine gute Geschäftslage. Weitere 44 Prozent sind zufrieden“, sagt Berghausen. Mit neun Prozent ist der Anteil der mit ihrer Geschäftslage unzufriedenen Betriebe so niedrig wie nie zuvor im Rheinland. Der Geschäftslageindex, also die Differenz der guten und der schlechten Einschätzungen, übertrifft mit 38,4 Punkten deutlich seinen Zehn-Jahres-Durchschnitt (21,6 Punkte). Nach einer keineswegs schlechten Konjunkturlage während der vergangenen fünf Jahre hat der Aufschwung gegenüber letztem Herbst und dem Jahresbeginn noch einmal an Fahrt zugelegt. Auch für das kommende Jahr ist die rheinische Wirtschaft optimistisch. Insgesamt gehen 24 Prozent der Betriebe davon aus, dass sich ihre Geschäftslage 2018 (weiter) verbessert. Mit 65 Prozent rechnet der Großteil damit, dass sie gleich (gut) bleibt. Und nur knapp elf Prozent äußern sich pessimistisch.

Konjunkturrisiko Fachkräftemangel

Mit 29 zu 14 Prozent rechnen die Industriebetriebe, ihre Exporte weiter steigern zu können. „Bei diesen Vorzeichen wundert es nicht, dass allmählich auch die Investitionsbereitschaft steigt“, betont Berghausen. 30 Prozent aller Betriebe wollen im kommenden Jahr mehr als 2017 investieren. Nur bei 14 Prozent stehen geringere Investitionsausgaben an. Der Saldo der Investitionspläne von 16 Punkten ist damit so groß wie seit gut sechs Jahren nicht mehr. Auch die Beschäftigungspläne sind mit einem Saldo von gut 13 Punkten gegenüber dem Jahresbeginn noch einmal erweitert worden. „Das einzige Haar in der Konjunktursuppe ist ausgerechnet die Beschäftigung“, so Berghausen weiter. Während die Unternehmen die übrigen Konjunkturrisiken geringer als zuvor einschätzen – mit Ausnahme des Wechselkursrisikos – sind die Bedenken, dass Fachkräftemangel die weitere Entwicklung behindern könnte, sprunghaft gestiegen. „Fast jeder zweite Betrieb gibt dies zu Protokoll. Fachkräftemangel ist damit zum größten Konjunkturrisiko geworden. Bau und Gastgewerbe sind besonders in Sorge“, ergänzt Dr. Ulrich Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln und amtierender Geschäftsführer der IHK-Initiative Rheinland.

(Redaktion)


 


 

Konjunktur Rheinland
IHK Düsseldorf
rheinische IHKs
Gregor Berghausen
Fachkräftemangel
Dr. Ulrich Soénius
stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Konjunktur Rheinland" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: