Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Nichtraucherschutz

DEHOGA: Umsatzrückgänge durch Rauchverbot bei 36 Prozent der Wirte

(ddp-nrw). 36 Prozent der Wirte in Nordrhein-Westfalen haben nach dem Start des Rauchverbots in Gaststätten Umsatzrückgänge verzeichnet. Lediglich knapp sechs Prozent der Wirte meldeten höhere Umsätze, teilte der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) am Mittwoch in Neuss mit. Dies sei das Resultat einer Umfrage bei 590 gastronomischen Betrieben an Rhein und Ruhr. Rund 58 Prozent der Inhaber registrierten demnach konstante Umsätze in ihren Gaststätten.

«Wir sind von Anfang an nicht davon ausgegangen, dass uns das Rauchverbot neue Gäste in hoher Zahl bescheren würde», sagte DEHOGA-Landeschef Olaf Offers. Die Zahlen seien Beleg dafür, dass bei der geplanten Neuregelung des Nichtraucherschutzes ein generelles Rauchverbot in Kneipen und Restaurants vermieden werden müsse.

In Einraumkneipen in Nordrhein-Westfalen darf seit Ende Juli wieder geraucht werden

Einen entsprechenden Erlass hatte das Gesundheitsministerium vergangene Woche auf den Weg gebracht. Hintergrund war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Aufhebung des absoluten Rauchverbots in kleinen Kneipen in Baden-Württemberg und Berlin. Diese Entscheidung hat auch Konsequenzen auf das Nichtraucherschutzgesetz in NRW.

Das Nichtraucherschutzgesetz war am 1. Juli auch für die rund 38 000 gastronomischen Betriebe in Nordrhein-Westfalen in Kraft getreten. Geraucht werden durfte zunächst nur noch in abgetrennten Räumen der Kneipen und Gaststätten. Bereits seit dem 1. Januar 2008 darf in öffentlichen Einrichtungen in NRW nicht mehr geraucht werden. Verstöße gegen das Gesetz sind eine Ordnungswidrigkeit und können mit Geldbußen zwischen 5 und 1000 Euro geahndet werden.

(Redaktion)


 


 

Nichtraucherschutz
DEHOGA
Umsatzrückgänge durch Rauchverbot
Olaf Offers

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Nichtraucherschutz" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

7 Kommentare

von Bernie
06.08.08 20:46 Uhr
ausnahmsloses Rauchverbot muß kommen

"36 Prozent der Wirte in Nordrhein-Westfalen haben nach dem Start des Rauchverbots in Gaststätten Umsatzrückgänge verzeichnet."

Demnach geht es 64 Prozent doch gut.


«Wir sind von Anfang an nicht davon ausgegangen, dass uns das Rauchverbot neue Gäste in hoher Zahl bescheren würde», sagte DEHOGA-Landeschef Olaf Offers.

Kein Wunder bei diesen Mogelpackungen.


"Die Zahlen seien Beleg dafür, dass bei der geplanten Neuregelung des Nichtraucherschutzes ein generelles Rauchverbot in Kneipen und Restaurants vermieden werden müsse."

Ganz im Gegenteil, ein generelles, ausnahmsloses Rauchverbot muß kommen, dann werden auch bei den oben genannten 36 Prozent wieder schwarze Zahlen geschrieben!

von Andi
07.08.08 13:05 Uhr

Jeder Wirt soll selbst entscheiden, ob in SEINEM Betrieb geraucht werden darf oder nicht. Militante Nichtraucher gehen in Nichtraucherlokale, tolerante Nichtraucher und Raucher gehen in Lokalitäten in denen geraucht werden darf. Ganz einfach. Eigentlich.........

von Bernie
07.08.08 18:33 Uhr
Kippen aus - oder raus

Raucher gehen vor die Tür. Ganz einfach. Eigentlich...

von Andi
08.08.08 07:59 Uhr

Oder gründen einen Raucherclub. Oder setzen sich diesem Verbotswahn hinweg. Oder erteilen MILITANTEN Nchtrauchern schlichtweg Hausverbot.....Dann erledigt sich dieses "Problem" von selbst......!

von Emma
13.08.08 12:16 Uhr
Alleingelassen

Ich finde, das endlich auch mal kontrolliert werden muss. Weil die Wirte, die sich an das Gesetz halten leider unter den Kneipen, die muter weiter Rauchen lassen, weil ja eh keiner kontrolliert.
Das ist nämlich mitunter ein Problem, das einige Kneipen zu machen. Weil sie sich an die Gesezteslange halten und andere nicht.
Würde endlich mal verstärkt kontrolliert, dann bekäme man auch als Nichtraucherlokal mit Raucherzimmer endlich mal wieder ein gutes Wort und ein paar Gäste mehr, weil man nicht als Apostel da steht nur weil man sich ans Gesetz hält.
Ich fühle mich total im Stich gelassen und bin immer mehr dabei mich auch gegen das Gesezt zu stellen und einfach Rauchen zu lassen, wie alle anderen auch.

von Bernie
13.08.08 19:53 Uhr
ohne Ausnahme

@ Emma:
Wenn sich doch bloß die Wirte von kleinen Lokalen geschlossen gegen DEHOGA und Drogenpolitiker stellen würden, damit ein ausnahmsloses Verbot erreicht wird. Dann haben nämlich Nikotinsüchtige keine Ausweichmöglichkeit mehr, und können auch in ihre kleine Stammkneipe zurückkommen.

von Emma
14.08.08 16:36 Uhr

@Bernie,
das ist ja das Problem. In den kleinen Dörfern sind fast nur Raucher unterwegs. Und wenn du da was für die Nichtraucher machen tust bist der Buhmann.
DEHOGA? Viel Beitrag aber keine Unterstützung. Nur bla,bla!
Ich versuche jetzt noch 4 Wochen auch das Verständnis der Raucher das sie trotz den anderen Kneipen mich weiter untertützen und hoffe, das bald die, die das angezettelt haben für Gerechtigkeit sorgen.

 

Entdecken Sie business-on.de: