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Umweltministerium empfiehlt Kennzeichnung von Strommasten

(ddp-nrw). Je nach Bodenbelastung durch giftige Rostschutzfarben sollen die Strommasten in Nordrhein-Westfalen künftig mit Rot, Gelb oder Grün gekennzeichnet werden. Entsprechende Handlungsempfehlungen gab das Umweltministerium am Montag in Düsseldorf an die Kommunen. Mit den Empfehlungen solle ein landesweit einheitliches Vorgehen sichergestellt werden, hieß es.

Mit Rot sollen demnach solche Masten gekennzeichnet werden, bei denen ein Verdacht auf Bodenbelastung besteht. Mit Gelb würden solche Masten markiert, bei denen ein solcher Verdacht noch abzuklären sei. Ein grünes Kennzeichen erhalten solche Masten, deren Umgebung unbedenklich ist. Bei Rot und Gelb werde den Bodenschutzbehörden der Kommunen empfohlen, noch einmal zu prüfen, ob die Masten in sensiblen Bereichen wie auf Privatgelände stehen. Das sei in NRW bislang bei zwölf Masten der Fall. Stehen Masten mit rotem oder gelbem Signet auf landwirtschaftlichen Flächen, sei in dem Handlungskonzept eine vorsorgliche Kalkung der Böden vorgesehen. Dadurch könne das Blei im Boden besser gebunden werden. Für die Kosten kommt der Energieversorger RWE auf. 

Die für die Bodenbelastungen verantwortlichen bleihaltigen Korrosionsschutzanstriche sind laut Ministerium in der Vergangenheit in Deutschland branchenübergreifend bei Stahlkonstruktionen eingesetzt worden. Das Blei gelangte vermutlich über Regenwasser oder bei Renovierungsarbeiten in den Boden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind insbesondere Bereiche um ältere Stromleitungsmasten mit Baujahren vor 1972 betroffen. Nach RWE prüft zurzeit auch E.ON, ob es zu Belastungen des Bodens kommen kann.

(Redaktion)


 


 

Umweltministerium
Kennzeichnung von Strommasten

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