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Regus-Studie

Deutsche Unternehmen wollen mehr Teilzeitstellen für Mütter schaffen

Positive Aussichten für Mütter: Eine von Regus (www.regus.de) weltweit unter 11.000 Unternehmensvertretern aus 13 Ländern durchgeführte Studie ergab, dass fast die Hälfte (44%) der Unternehmen in den nächsten zwei Jahren plant, mehr Teilzeitstellen für Mütter zu schaffen, die ins Arbeitsleben zurückkehren möchten.

Deutsche Firmen liegen dabei sogar über dem weltweiten Durchschnitt: Hier gaben 48% der Befragten an, in den nächsten 24 Monaten mehr Teilzeitarbeitsplätze für ins Berufleben zurückkehrende Mütter bereitstellen zu wollen. Dieses Ergebnis zeigt, dass das Arbeitsumfeld in Deutschland insgesamt gute Voraussetzungen für Frauen bietet, um Arbeit und Familie miteinander zu vereinbaren. Im Rahmen des Regus Business Tracker, einer internationalen Studie über globale Wirtschaftsindikatoren, wurden über 11.000 Teilnehmer zur Personalplanung für 2010 und 2011 in Bezug auf Teilzeitarbeitsplätze für Mütter nach der Elternzeit befragt.

Ergebnisse der Studie

Am mütterfreundlichsten zeigte sich Indien, wo 64% der Unternehmen planen, mehr Mütter einzustellen. Verhalten hingegen reagierten die Unternehmen in den Niederlanden: Dort erwarten nur 24% eine zunehmende Beschäftigung von Müttern – die Niederlande verzeichnen damit die niedrigste Quote. Doch obwohl Deutschland im internationalen Vergleich gut abgeschnitten hat, besteht auch hier bei der flexiblen Arbeitsplatzgestaltung für Mütter noch Nachholbedarf. Bei einer Studie des Weltwirtschaftsforums belegt Deutschland unter 58 Industrienationen bezüglich des Frauenanteils unter den Erwerbstätigen den 20. Platz. Hinsichtlich der Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen liegt Deutschland auf dem 28. Platz und in Bezug auf den Bildungsstand auf Platz 34. Angesichts der Tatsache, dass Deutschland in den meisten anderen Kategorien Spitzenplätze belegt, ist dies eine relativ schwache Leistung.

Das Ergebnis der von Regus durchgeführten Studie unterschied außerdem je nach Branche. Während im Banken- (47%) und Produktionssektor (47%) die Einstellung von mehr Müttern nach der Elternzeit geplant wird, sind in der Informations- und Kommunikationsbranche weniger Unternehmen dazu bereit (39%). Dies ergibt sich möglicherweise aus der Tatsache, dass die Informations- und Kommunikationsbranche eher eine Männerdomäne darstellt. Wenn also von Haus aus wenig Frauen in dieser Branche tätig sind, ist es wenig verwunderlich, dass die Einstellung von Müttern in Teilzeit in diesem Bereich in geringerem Maße geplant ist. Zudem ergab die Studie, dass 77% der größeren Firmen (mit mindestens 1.000 Mitarbeitern) mehr Mütter in Teilzeit beschäftigen wollen. Unter Unternehmen mit 250-999 Mitarbeitern ist diese Bereitschaft mit 39% am geringsten.

Michael Barth, Deutschland-Geschäftsführer von Regus, kommentiert: „Während sich die Unternehmen auf der ganzen Welt nun vorsichtig auf die Erholung der Weltwirtschaft vorbereiten, ist bei der Bereitstellung von Arbeitsplätzen ein Strategiewechsel zu beobachten. Unternehmen haben gelernt, dass strenge Arbeitszeiten von acht Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche so manche Fachkraft vergraulen können. In einer Zeit, in der sie Kosten senken und ihre Profitabilität steigern müssen, können sie es sich nicht leisten, auf die besten Mitarbeiter zu verzichten.“

(Redaktion)


 


 

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