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Zeitung: DAX-Vorstände verdienen trotz Krise gut

(ddp.djn). Die meisten Vorstandschefs der führenden DAX-Konzerne haben auch im Krisenjahr 2009 gut verdient. Die Bezüge sind im Durchschnitt trotz eines teilweise massiven Geschäftseinbruchs nur leicht gesunken, wie aus einer jüngsten Erhebung des Vergütungsberaters Heinz Evers für das «Handelsblatt» (Freitagausgabe) hervorgeht.

Im Vorjahr hätten die Konzernchefs der 30 DAX-Unternehmen dagegen durchschnittlich eine Million Euro Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Doch nicht in allen Unternehmen sei die Vergütung stabil geblieben. So habe etwa Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz nur noch ein Fixgehalt plus Pensionsanspruch bekommen, zusammen 1,5 Millionen Euro. Im Vorjahr seien es noch 4,2 Millionen Euro gewesen.

Spitzenreiter unter den Topmanagern der DAX-Unternehmen sind nach der Erhebung bislang der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher und RWE-Chef Jürgen Großmann mit einem Verdienst von jeweils 7,2 Millionen Euro sowie der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn mit einem Einkommen von 6,6 Millionen Euro. Hinzu kämen Pensionsaufwendungen für die Vorstände von bis zu zwei Millionen Euro, die faktisch ein Festgehalt darstellten.

Wie das Blatt weiter berichtet, beschäftigen sich derzeit alle großen Konzerne intensiv mit ihren Vergütungssystemen. Auslöser sei das im Sommer verabschiedete Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütungen. Es zwinge die Unternehmen, von kurzfristigen Boni abzugehen und die Gehälter an nachhaltigen Komponenten auszurichten. Volkswagen sei bisher der einzige Konzern, der ein komplett neues System vorgestellt hat.

(ddp)


 


 

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