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  • 18.04.2006,
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  • Köln

Unternehmerische Risiken richtig einschätzen

Köln - Zum Thema „Aktiv Risiken managen – es kann jeden treffen, doch unternehmerische Risiken sind kalkulierbar“, lud die IHK Köln zusammen mit den drei Privatversicherern Gothaer, AXA und Gerling am 11. April zu einem Veranstaltungsabend ein.

Dass sich unternehmerische Risiken gezielt managen und kontrollieren lassen, erfuhren klein- und mittelständische Unternehmer von den geladenen Experten; neben Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherung AG, erläuterten Wolf-Uwe Dings, Vorstandsmitglied der Gerling-Allgemeine Versicherung AG, sowie Gernot Schlösser, Vorstandschef der AXA Krankenversicherung AG, als Fachmänner die Möglichkeiten des Risikomanagements.

Ein brisantes Thema sei vor allem die Altersvorsorge – die ohne private Basis nicht zu organisieren wäre – insbesondere die von Unternehmern, „jedoch findet es in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie gar nicht statt“, erklärte Werner Görg.

 

„Während ein Arbeitnehmer seine Altersvorsorge auf die gesetzliche Rentenversicherung, die private Altersvorsorge sowie, falls vorhanden, die betriebliche Altersvorsorge stützen kann, fallen zwei dieser Säulen beim Unternehmer weg“, so Görg weiter.

 

 

Diese können lediglich auf die private Altersvorsorge bauen. Hier empfahl er den rund 150 Zuhörern vor allem die sogenannte Rürup- Rente : „Selbstständige Gewerbetreibende können bis zu 20.000 Euro pro Jahr in eine private Rentenversicherung einzahlen und davon bis zu 62 Prozent steuerlich geltend machen. Bei Verheirateten verdoppelt sich der Betrag natürlich.“

Vermögensgegenstände und stille Reserven gäbe es auch bei der Frage nach der Unternehmensnachfolge. „Unerlässlich“, so Görg, sei es, die Nachfolge so früh wie möglich auf eine gesunde Basis zu stellen, wodurch auch eine eigene betriebliche Altersvorsorge sichergestellt werden könnte. Wolf-Uwe Dings, Vorstandsmitglied Gerling – Allgemeine Versicherung AG, brachte im Anschluss seinen Zuhörern den „Umgang mit versicherbaren Risiken“ näher. „Risikomanagement heißt, Risiken zu erkennen und abzusichern“, so Dings.

„Jedoch heißt absichern nicht immer gleich versichern. Denn die Versicherer bieten neben Versicherungslösungen oft auch Konzepte zum Risikomanagement.“ Für klein- und mittelständische Unternehmen kämen Risiken aus drei verschiedenen Quellen. Neben Haftungsrisiken (also denjenigen, die mit den Produkten oder Dienstleistungen zusammenhängen) seien dies strafrechtliche sowie Kreditrisiken. Dings empfahl den Unternehmerinnen und Unternehmern zur Vorbeugung einen Kreislauf, bestehend aus drei Phasen: Phase eins ist eine umfassende Analyse der Risiken: die Identifizierung von Störfaktoren. Daran schließe sich als zweite Phase die Steuerung der Risiken an. In Phase drei stünde dann die ständige Kontrolle der eingeleiteten Maßnahmen zur Risikoverminderung.

 

„Der Unternehmer sollte die Risiken anhand der Definition der Unternehmensziele feststellen“, empfahl Wolf-Uwe Dings.

 

 

Auf dem Gebiet der Krankenversicherung informierte Gernot Schlösser die Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Region. Gesundheitsmanagement auf der einen Seite sowie Arbeitsunfähigkeit oder krankheitsbedingter Ausfall von Arbeitnehmern auf der anderen Seite seien die Fälle, in denen es für den Mittelstand wichtig sei, umfassend abgesichert zu sein. „Die Demographie bringt sachlogisch denkende Menschen weg von der gesetzlichen Krankenversicherung“, erläuterte der Vorstandschef der AXA Krankenversicherung AG. Und zum Schluss sprach Schlösser noch die bevorstehende Gesundheitsreform an: „Wir werden ein Modell bekommen, dass ganz anders sein wird als das, was bisher besprochen wurde.“ Mit den neuen drei Bausteinen, Firmenkonditionen im Gruppenvertrag, individuelle Firmenkonzepte, sowie Gruppenvertragskonditionen, ergebe sich in Zukunft für Unternehmer bei direkt auf die Belegschaft abgestimmte Gruppentarife ein immenses Einsparungspotential.

(KO)


 


 

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