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Unternehmerverbände fordern eigenes Unterrichtsfach «Wirtschaft»

(ddp-nrw). Die Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen plädiert für ein eigenständiges Unterrichtsfach «Wirtschaft», das an allen allgemeinbildenden Schulen gelehrt werden soll.

Ziel dieses Unterrichts solle eine «anspruchsvolle Kompetenzvermittlung» sein, die in NRW bislang nicht gewährleistet ist, da die Wirtschaftsbildung auf mehrere Fächer zergliedert ist, wie die Landesvereinigung am Dienstag in Köln mitteilte.

Dabei gehe es nicht darum, in den Schulen ökonomisches Spezialwissen zu lehren, sondern «ein Verständnis für unsere Wirtschaftsordnung einschließlich ihrer ethischen Fundierung» zu vermitteln. Ein deutlicher Qualitätssprung bei den ökonomischen Kenntnissen könne nur mit einem Unterrichtsfach «Wirtschaft» gelingen. Zugleich müsse die Einführung des neuen Unterrichtsfachs einhergehen mit der Ausbildung von Lehrkräften. Auch entsprechende Schulbücher müssten entwickelt werden.

Laut einer aktuellen Schulbuchanalyse, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Landesvereinigung durchgeführt hat, behandeln die meisten Schulbücher Wirtschaftsthemen derzeit eher noch stiefmütterlich. So würden diese Themen in der Regel aus der Interessenlage des Arbeitnehmers dargestellt, während die unternehmerische Sicht ausgeblendet werde. Unternehmer und Unternehmen seien eine wirtschaftliche und gesellschaftliche «black box», in deren Wirkungsweise nur sehr selten hineingeleuchtet werde, erklärte das Institut nach der Auswertung von 43 Schulbüchern der Sekundarstufen I und II.

(ddp)


 


 

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