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Urteil gegen Müllunternehmer Trienekens erwartet

(ddp.djn). Das Kölner Landgericht will am Dienstag (23. März, 9.30 Uhr) das Urteil gegen den früheren Entsorgungsunternehmer Hellmut Trienekens verkünden. Die Staatsanwaltschaft wirft Trienekens Untreue vor. Der 71-Jährige hatte in der Hauptverhandlung ein Teilgeständnis abgelegt und eingeräumt, Scheinrechnungen ohne Gegenleistung erstellt zu haben.

Laut Anklage soll Trienekens von Dezember 1996 bis Januar 2002 mit den so eingenommenen Geldern Zahlungen von seinen Firmenkonten an ein Schweizer Unternehmen veranlasst haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde mit diesen Überweisungen eine «schwarze Kriegskasse» aufgebaut, die als «nützliche Aufwendungen» titulierte Schmiergeldzahlungen an Politiker und andere Entscheider finanzierte. In den Geschäftsbüchern sollen diese Zahlungen in Höhe von rund sieben Millionen Euro nicht aufgetaucht sein.

Der Aussage von Hellmut Trienekens war eine Übereinkunft mit den anderen Prozessbeteiligten vorausgegangen. Der Angeklagte hat nun eine maximale Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie eine Geldauflage in erheblicher Höhe zu erwarten. Damit honoriert das Gericht auch den Umstand, dass das Teilgeständnis den zunächst auf 66 Verhandlungstage terminierten Prozess erheblich abkürzt.

Wegen des schlechten Gesundheitszustandes des Angeklagten konnte die Kammer maximal drei Stunden am Tag verhandeln. Trienekens gehört zu den Hauptfiguren im Kölner Müll- und Parteispendenskandal, der 2002 bekanntgeworden war.

(ddp)


 


 

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