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US-Wahlkampf in NRW

(ddp-nrw). Fernab der amerikanischen Heimat kämpften in den vergangenen Wochen die Auslandsparteien «Democrats Abroad» und «Republicans Abroad» mitten in Nordrhein-Westfalen um Stimmen für ihre Kandidaten. Mit US-Flagge und Schildern mit der Aufschrift «Get registered today» («Registrieren Sie sich heute») ausgerüstet, wollten die Auslandsdemokraten ihre Landsmänner für Barack Obama gewinnen. Die «Republicans Abroad» setzten im Wahlkampf für John McCain auf Vorträge und Debatten bei Veranstaltungen in deutsch-amerikanischen Institutionen und Einrichtungen.

Eine Woche vor der Wahl am 4. November wird es nun eng für die nach Schätzungen des Generalkonsulats Düsseldorf zwischen 8000 und 10 000 Wahlberechtigten der insgesamt rund 11 000 in Nordrhein-Westfalen lebenden US-Bürger, die ihre Stimme noch abgeben wollen. Denn die Fristen für die Briefwahl laufen dieser Tage ab oder sind teils bereits verstrichen.

Für die im Ausland lebenden Amerikaner ist die Teilnahme an der Wahl kompliziert und zeitintensiv. Denn in den USA gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine Meldepflicht, so dass sich US-Bürger zunächst aus eigener Initiative für die Wahl registrieren müssen. Die US-Bürger müssen sich in dem Bundesstaat registrieren lassen, in dem sie zuletzt gelebt haben. Erst dann können Briefwahlunterlagen angefordert werden, die fristgerecht zurückgesandt werden müssen.

«Jeder Bundesstaat hat eine andere Frist», erklärt die Vorsitzende der Republicans Abroad für NRW, Elaine Terlinden. «Deshalb ermuntern wir die Leute, sich auch jetzt noch zu informieren, denn viele Staaten haben nicht die oft kommunizierte 30-Tage-Frist.» Es könne also sein, dass die Deadline des Heimatstaates eine Woche vor dem Wahltag oder noch später sei. Wichtig sei ihr, dass jeder der in NRW lebenden Amerikaner, der wählen möchte, genügend Informationen und Hilfestellung bekomme, sagt Terlinden.

Hilfe bekommen die in NRW lebenden Amerikaner nicht nur bei den beiden Parteien, sondern auch beim Generalkonsulat in Düsseldorf, das vielfältige Informationen auf ihrer Webseite anbietet. Zudem war das Konsulat in den vergangenen Wochen an zahlreichen Veranstaltungen in NRW rund um das Thema US-Wahl beteiligt.

Anders als die Auslandsrepublikaner haben die Demokraten intensiven Straßenwahlkampf in NRW betrieben. «Während der vergangenen Wochen waren unsere Leute vor allem in Düsseldorf, Köln, Bonn und Bielefeld unterwegs», sagt der Vorsitzende der Democrats Abroad, William Purcell. Dem Präsidentschaftskandidaten Obama sei der Wahlkampf auch im Ausland sehr wichtig gewesen. Bei der Wahl vor vier Jahren habe es das in dieser Form noch nicht gegeben, sagt Purcell.

Während die Republikaner keine zentrale Veranstaltung für ihre Mitglieder am Wahlabend planen, wollen sich die demokratischen Anhänger am 4. November in einem Café in Köln treffen, sagt Purcell. Per Internet mit anderen Auslandsdemokraten in Deutschland vernetzt, wollen sie dort gemeinsam die Entwicklungen bei Muffins, Donuts und anderem amerikanischen Essen live auf einem großen Fernseher verfolgen.

(Redaktion)


 


 

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