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Europäische Rückversicherungsbranche

Verbesserungen durch neue Solvency II Rahmenrichtlinie

Tillinghast begrüßt die Einführung der neuen Rahmenrichtlinie Solvency II durch die Europäische Kommission. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem gemeinsamen Aufsichtssystem für die europäische Versicherungs- und Rückversicherungsbranche bis zum Jahr 2012. Ein wesentlicher Fortschritt ist die Neuregelung der Kapitalanforderungen für Versicherungsgesellschaften. Die Richtlinie bewirkt darüber hinaus höhere Standards für das Risikomanagement und verbesserte Regeln zur Offenlegung.

Heijo Hauser, Managing Director von Tillinghast in Deutschland, bewertet dies positiv: "Die Schaffung eines Aufsichtsrahmens auf der Grundlage moderner Finanzmarkttheorie stellt eine beachtliche Errungenschaft dar. Bei einer erfolgreichen Umsetzung wird das neue System der gesamten Branche eine effizientere Kapitalallokation ermöglichen und dadurch den Verbrauchern mehr Schutz gegen Konkurse von Versicherungsgesellschaften bieten. Darüber hinaus wird es einen europaweit einheitlichen Standard schaffen. Dies wiederum wird den Wettbewerb fördern und letztendlich die Preise senken."

Grundlage der neuen Rahmenrichtlinien ist die Anwendung moderner Finanzmarkttheorie, bei denen alle Aktiva und Passiva zum Marktwert bewertet werden. Tillinghast begrüßt die Objektivität und Transparenz dieses Ansatzes, der gleiche Wettbewerbsbedingungen für Versicherungsgesellschaften in ganz Europa schafft. Hiermit wird einer der wesentlichsten Kritikpunkte bezüglich des aktuellen Systems Solvency I überwunden, das in den europäischen Ländern uneinheitlich angewendet wird.

Nach der Einführung von Solvency II werden die Kapitalanforderungen auf einer detaillierten Analyse der von den Unternehmen gezeichneten Risiken basieren. Dabei müssen z.B. sogar nur einmal alle 200 Jahre vorkommende Schadenereignisse berücksichtigt werden. Diese risikobasierte Ermittlung der Kapitalanforderung wird den Versicherungsnehmern eine höhere Sicherheit bieten und die Anzahl der Konkurse von Versicherungsgesellschaften senken.

Reduzierte Kapitalanforderungen durch bessere Risikokontrolle

Die Rahmenrichtlinie erlaubt es Unternehmen, Kapitalanforderungen entweder mithilfe einer Standardformel oder anhand eines internen Modells zu berechnen. Der Gebrauch interner Modelle fr aufsichtsrechtliche Zwecke ist ein wesentlicher Fortschritt und bietet Unternehmen eine echte Chance, Kapitalanforderungen durch präzise Modellierung und Kontrolle ihrer Risiken zu reduzieren.

Die erfolgreiche Anwendung von Solvency II wird die europäischen Aufsichtsbehörden vor eine Herausforderung stellen. Zur Beurteilung der marktgerechten Bewertungsverfahren und der Funktionsweise interner Modelle werden die zuständigen Behörden neue Kenntnisse und Qualifikationen benötigen. Dies wird für einige Aufsichtsbehörden, die sich bisher noch nicht auf diese neuen Rollen vorbereiten konnten, keine leichte Aufgabe werden.

Dazu Hauser: "Solvency II verspricht eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zu dem derzeit existierenden System. Es bleibt jedoch auch noch einiges zu tun. So gilt es nun unter anderem, politische Unterstützung für die neuen Vorschlage aufzubauen und detaillierte Regelungen zu diesem Rahmenwerk auszuarbeiten."

(Redaktion)


 


 

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