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Sinnfindung im Beruf

Vertrauen wieder neu erlernen

„Glückliche Momente sind die geschenkten, einfachen Augenblicke“

Die glücklichsten Momente in unserem Leben sind häufig die ganz einfachen, in denen wir ganz bei uns waren, die, in denen wir nichts wollten, nichts haben mussten, einfach sein konnten, das Leben einfach erfahren konnten, annehmen konnten, uns mit dem Leben als eins betrachten konnten. Es sind die Momente, in denen wir einfach nur das tun, was wir tun, und sonst nichts. Es sind die Momente, in denen wir uns eins mit unserer Umwelt fühlen, wir sind einfach da und tun eigentlich nichts, sondern erleben uns beim Tun, und das ist etwas ganz anderes. Diese Einheit mit dem Leben, der Welt, ist etwas Einfaches und doch etwas ganz Besonderes. Es ist das Vertrauen, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, dass wir in der Welt aufgehoben sind und dass uns eigentlich nichts passieren kann. Dieses Gefühl haben wir uns lange nicht mehr klar gemacht, es existiert nur in unserem Unterbewusstsein, wir fühlen es, aber können es nicht mehr ausdrücken. Diese besonderen Momente, die uns geschenkt werden, sind immer dann da, wenn wir ganz im Augenblick verweilen, nur im Hier und Jetzt, voller Vertrauen, dass das Richtige passiert, ganz gleich, was passiert. Diese Momente des völligen Loslassens verbinden unser vermeintlich so selbstbewusstes Ich mit unserem wahren, inneren Selbst, verbinden die Welle mit dem Meer. In uns wohnt eine tiefe Sehnsucht nach Sinn. Bewusst oder unbewusst spüren wir, das da noch etwas sein muss. Die Sucht nach Sorgen bestärkt uns darin, zu suchen und Frieden zu finden. Wir brauchen es nicht zu verstehen, wir brauchen es nicht zu analysieren, aber es ist wichtig, sich dessen bewusst zu werden. In dem Moment, da wir loslassen, entstehen das Vertrauen, die Verbundenheit, das Einssein. Der Friede, die innere Freude, ohne Abhängigkeit vom Außen, aber nicht ohne Bezug auf das Außen, das Einssein mit dem Gegenüber, keine Unterscheidung zwischen es und ich, keine Unterscheidung zwischen groß oder klein, hoch oder tief, gut oder schlecht, sondern einfach das Annehmen und Bejahen, so wie wir uns selbst annehmen. Denn so wie wir den anderen annehmen, nehmen wir auch uns an, in diesem Moment können wir uns im Gegenüber sehen, in diesem Moment sind wir gleichzeitig es und wir selbst. Hier ist Friede, außen und innen werden bedeutungslos, hier liegt die Auflösung von allen äußeren Unterschieden.

„Auch Misserfolg bringt Sie ein Stück weiter“

Denn das alles war nur die obere Schicht, die mit dem inneren Leben nichts zu tun hat. Ist es nicht genau so, dass jeder vermeintliche Misserfolg Sie im Leben ein Stück weitergebracht hat, Ihnen gezeigt hat, worauf es wirklich ankommt, nämlich darauf, mit sich selbst im Reinen zu sein, sich selbst zu genügen und nicht ständig woanders nach Befriedigung zu suchen? Sie würden sie auf Dauer nicht finden, jede gewollte Befriedigung ist wieder mit Leid verknüpft, wie wir nicht nur oben gesehen haben.

 

Und jetzt sind wir an dem Punkt, wo wir die beschriebenen besonderen, geschenkten Momente nicht zu ersehnen brauchen, sondern wo uns bewusst wird: Jeder Moment in unserem Leben wird uns geschenkt.

 

 

Wir erleben es bewusst, wenn wir achtsam im jeweiligen Augenblick verweilen, nur dort sind, nur tun, was wir tun, ohne Vergangenheit und ohne Zukunft, nur im jetzigen Augenblick. In diesem Moment haben wir die Kraft, das zu tun, was wir für richtig halten. Wenn wir unserer Intuition folgen, noch mehr, wenn wir in dem sicheren Wissen handeln, dass alles, was uns passiert, uns nicht zufällig passiert, dass wir unseren Weg gehen, wenn wir es nur zulassen, dann haben wir zu uns selbst gefunden, dann haben wir den Mut, das zu tun, was uns entspricht. Dann brauchen wir nicht mehr möglichst viel zu schaffen, es würde den Energiefluss nur behindern. Wir brauchen auch nicht mehr effektiv zu sein, weil Effektivität dem Leben schlechthin zu Eigen ist, wenn wir es nur (los)lassen.

 


 

Gregor Wilbers
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