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Bankvertrieb stagniert

Vertriebswege in der Schaden-/Unfallversicherung verschieben sich

Im Bereich der deutschen Schaden-/Unfallversicherung verliert der Ausschließlichkeitsvertrieb Marktanteile an die unabhängigen Vermittler. Dennoch bleibt die Ausschließlichkeit mit einem Anteil von 57 Prozent stärkster Vertriebskanal. Dies zeigt der Vertriebswege-Survey Schaden/Unfall 2006, zum zweiten Mal durchgeführt von Tillinghast, einer von drei Geschäfts-bereichen der internationalen Unternehmensberatung Towers Perrin.

Die Analyse basiert auf einer Umfrage von Tillinghast unter allen Schaden-/Unfallversicherern zur Verteilung ihrer Vertriebswege. Ergänzt wurden die Daten derjenigen Versicherer, die sich nicht an der Umfrage beteiligen, anhand von Informationen aus den Geschäftsberichten und Schätzungen auf Basis der Marktkenntnis von Tillinghast. Die analysierten Gesellschaften repräsentieren einen Marktanteil von rund 77 Prozent (2005: 67 Prozent).

Die Ausschließlichkeitsorganisationen dominieren weiterhin das Schaden-/Unfallgeschäft. Mit einem Anteil von 57 Prozent (2005: 63 Prozent) des Gesamtmarktes (siehe Anhang, Abbildung 1) bleiben sie mit großem Abstand vor den anderen Vertriebswegen führend. Die unabhängigen Vermittler haben mit 22 Prozent (17 Prozent) jedoch etwas aufgeholt. „Die gebundenen Vermittler werden in den nächsten Jahren weitere Marktanteile an unabhängige Berater abgeben müssen“, erläutert Heijo Hauser, Managing Director von Tillinghast. „Insgesamt bleiben sie aber mittelfristig für die Schaden-/Unfallversicherung der wichtigste Vertriebsweg.“

Unabhängige Vermittler holen auf

Nachdem in der Lebensversicherung schon seit einigen Jahren die unabhängigen Vermittler stark aufgeholt haben, scheint nun auch der Schaden-/Unfallbereich von diesem Trend erfasst zu sein. „Immer mehr Makler und Mehrfachagenten überprüfen und erneuern nach einer Beratung zur Altersvorsorge bei ihren Kunden auch deren weitere Versicherungsdeckungen“, sagt Hauser. Aufgrund ihrer wachsenden Marktpräsenz legten die unabhängigen Vermittler daher auf 22 Prozent Marktanteil zu. Sicher ist dies auch ein Zeichen für über die Jahre gewachsene Akzeptanz, die durch die Änderungen der Vermittlerrichtlinie weiteren Auftrieb bekommen wird. Der Beratungsstandard wird in diesem Vertriebskanal weiter wachsen.

Besonders auffällig ist der überdurchschnittliche Anteil der Makler in der Haftpflichtversicherung. Hier kommt jeder dritte Euro Beitrag über die unabhängigen Vermittler. Ursache ist im Wesentlichen ihre starke Präsenz in der gewerblichen und industriellen Haftpflichtversicherung.

 


 

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