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Bankvertrieb stagniert

Vertriebswege in der Schaden-/Unfallversicherung verschieben sich

Bank- und Direktvertrieb bleiben auf niedrigem Niveau

Obwohl die meisten Umfrageteilnehmer wie schon im letzten Jahr eine steigende Bedeutung des Bankvertriebs erwarten und einige Gesellschaften am Markt erhebliche Anstrengungen in diese Richtung unternehmen, stagniert der Vertrieb über die Banken.

Der Direktvertrieb konnte seinen Marktanteil zwar erhöhen, verbleibt allerdings auf Ebene des gesamten Schaden-/Unfallgeschäfts noch auf einem niedrigen Niveau. In einzelnen Sparten hingegen liegt der Marktanteil des Direktvertriebs deutlich höher, insbesondere im Bereich der Kfz-Versicherungen. Das Segment ist aufgrund des derzeitigen aggressiven Preiswettbewerbs stark umkämpft und die Kunden zeigen eine hohe Wechselbereitschaft. Die reinen Direkt- und Internetversicherer erzielen den überwiegenden Teil ihrer Beitragseinnahmen in der Kfz-Versicherung. Weitere Details zur Entwicklung des Kfz-Geschäfts der verschiedenen Anbietersegmente, z.B. große AGs, kleine VVaGs und insbesondere Direkt- und Internetversicherer, enthält die Tillinghast Kfz-Studie 2006, „Trendwenden – Wie gut ist das Gedächtnis des Marktes?“.

Stimmungsbild zeigt weiteren Auftrieb für Makler

Im allgemeinen Stimmungsbild (siehe Anhang, Abbildung 2) wird die zukünftige Entwicklung des Marktanteils der Makler sehr positiv gesehen. Knapp 46 Prozent der Teilnehmer erwarten von diesem Vertriebsweg eine zunehmende Bedeutung. Der Ausschliesslichkeitsorganisation wird mit gut 70 Prozent eine gleich bleibende oder sogar steigende Bedeutung vorhergesagt. Dem Vertriebsweg Internet wird weiterhin eine wachsende Bedeutung beigemessen.

Interessanterweise wird aber auch der Bankvertrieb als eher wachsendes Segment gesehen, obwohl sich diese Einschätzung in den aktuellen Entwicklungen bisher nicht widerspiegelt. Ein Grund für die positiven Erwartungen ist, dass bei Banken eine kritische Masse an Kunden gesehen wird, zu denen ein direkter Zugang besteht. Im Bereich der Lebensversicherungen hat sich diese Konstellation bereits als sehr erfolgreich herausgestellt.

Nur für wenige Vertriebswege – und dann auch nur in geringem Umfang – wird von den Teilnehmern eine künftig sinkende Bedeutung erwartet.

Ausblick
Trotz der anhaltenden Dominanz der Ausschliesslichkeitsorganisationen spielen die Makler eine zunehmend wichtige Rolle. „Interessant wird sein, wie weit sich die Ausschließlichkeitsvertriebe im Schaden-/Unfallversicherungs-Bereich zurückdrängen lassen“, so Hauser. „Und sehr gespannt darf man sein, ob der Bankvertrieb im Sachmarkt die an ihn gestellten hohen Erwartungen bald erfüllen kann.“

Mit einem kontinuierlichen Anstieg ist dagegen bei dem Direkt- bzw. Internetvertrieb zu rechnen. Dieses Wachstum wird nach Einschätzung von Tillinghast hauptsächlich von einzelnen Sparten getrieben, die aus Sicht des Kunden standardisierte Produkte darstellen. Das trifft insbesondere auf die Kfz-Versicherung zu.

(Redaktion)


 


 

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