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Belvederebrücke

Die neue Belvederebrücke verbindet jetzt Müngersdorf und Vogelsang

Am Samstag, 12. Juni 2010 hat Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters gemeinsam mit dem Initiator und Bauherrn Anton Bausinger die neue Belvederebrücke eröffnet. Die neue Fuß- und Radwegebrücke verbindet jetzt die bislang getrennten Stadtteile Müngersdorf und Vogelsang und rückt auch andere Stadtteile in bequem erreichbare Nähe: Junkerdorf, Lövenich und Widdersdorf im Westen, Braunsfeld, Ehrenfeld und Bickendorf im Osten.

Die Brücke befindet sich südlich der Ausfahrt „Widdersdorf/Lövenich“ des dort vierspurigen Militärrings. Sie schafft einen Übergang über diese Verkehrsader und die dreigleisige Bahntrasse. 

Die Konstruktion des rund 110 Meter langen Bauwerks, das aus vier je 20 Tonnen schweren Stahlelementen besteht, war relativ kompliziert. Der Müngersdorfer Grüngürtel liegt auf der Rheinterrasse, rund neun Meter oberhalb der Vogelsanger Seite. Deshalb musste dort zum Höhenausgleich ein aufwändiges Rampenbauwerk als Auf- und Abstiegsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer errichtet werden. Das Rampenbauwerk ist offen konstruiert und ermöglicht durch seine Transparenz eine sichere Nutzung. Gegenüber einem Aufzug hat die Rampe zudem den Vorzug, dass sie wesentlich wirtschaftlicher betrieben werden kann, weniger Vandalismus gefährdet und damit deutlich nachhaltiger ist.

Die Idee zur Errichtung der Brücke geht auf einen Anachronismus zurück. Als die Bauunternehmung Anfang der 2000er Jahre den Gewerbepark TRIOTOP auf eigenem Grund und Boden östlich des Militärrings plante, stieß sie auf ein zunächst kaum lösbares Hindernis. Eine Rayonbestimmung aus der Preußenzeit gab nämlich vor, dass dort ein freies Schussfeld bleiben müsse. Obwohl dies längst anachronistisch war, hatte die Stadt die Bau-Beschränkung noch 1988 bestätigt – und die Möglichkeit eingeführt, sich von ihr für 500.000 Euro freizukaufen.

„Aus dieser kuriosen Lage haben wir mit der Idee der Brücke als Ablöse eine klassische Win-Win-Situation gemacht“, erklärte Anton Bausinger, Geschäftsführender Gesellschafter der Bauunternehmung Friedrich Wassermann. Die Bürger profitieren von der neuen Verbindung, die Stadt bekommt eine neue Brücke, die ein Mehrfaches der Ablöse gekostet hat, und die Fa. Wassermann konnte seit 2004 den Gewerbe- und Landschaftspark TRIOTOP realisieren, der bei den inzwischen rund 30 angesiedelten Unternehmen großen Zuspruch findet und durch die neue Brücke noch attraktiver wird.

Quelle: Friedrich Wassermann GmbH

(Redaktion)


 


 

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