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Prognose

RWI erhöht deutsche Wachstumsprognose für 2010 auf 1,6 Prozent

(ddp). Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) hat seine Prognose für die deutsche Konjunkturentwicklung im nächsten Jahr angehoben. Für 2010 erwartet das RWI nun ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6 Prozent statt bislang 1,2 Prozent, wie aus der am Donnerstag vorgelegten Prognose hervorgeht.

Für das laufende Jahr sieht das RWI einen Rückgang des BIP von 4,9 Prozent, nachdem es bislang noch ein Minus von 5,0 Prozent erwartet hatte.

«Auch in Deutschland zeichnet sich eine konjunkturelle Wende ab», konstatierte das RWI. Die Entwicklung sei aber «fragil», warnten die Wirtschaftsforscher. Getragen werde die Expansion vom Staatsverbrauch, den öffentlichen Investitionen und dem Außenbeitrag.

Der Anstieg im kommenden Jahr resultiere wesentlich aus dem statistischen Überhang, ansonsten bleibe die Erholung moderat, schreiben die Essener Konjunkturexperten. Aus dem Überhang resultierten 0,8 Prozentpunkte des Anstiegs. Aufgrund dämpfender Faktoren dürfte die Expansion in der ersten Jahreshälfte 2010 etwas schwächer sein als im laufenden Halbjahr. Dazu trage insbesondere eine stagnierende Konsumnachfrage bei, und auch die Unternehmensinvestitionen würden kaum wachsen.

Während sich der Arbeitsmarkt unter anderem dank der Kurzarbeit in der Krise bisher recht robust gezeigt habe, sei damit zu rechnen, dass die Unternehmen im kommenden Jahr Beschäftigung abbauen würden. Erwartet werde ein Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 3,615 Millionen im Jahresschnitt 2010 von 3,425 Millionen 2009 und der Arbeitslosenquote auf 8,3 Prozent von 7,9 Prozent. «Für Ende 2010 rechnen wir mit 3,8 Millionen registrierten Arbeitslosen», erklärten die Ökonomen. Die Verbraucherpreise würden voraussichtlich um 0,9 Prozent steigen, nach einem Zuwachs um 0,3 Prozent in diesem Jahr.

Die Defizitquote der öffentlichen Haushalte dürfte nach Erwartung der RWI-Ökonomen trotz der Haushaltsbelastungen durch die Konjunkturprogramme und die Stützungsmaßnahmen für Banken und Unternehmen in diesem Jahr nur knapp über 3 Prozent liegen. Für 2010 erwarten sie einen Anstieg auf 5,1 Prozent.

(ddp)


 


 

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