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Wahlhelfer

NRW-Städte suchen nur noch vereinzelt Helfer für Bundestagswahl

(ddp-nrw). Für die Bundestagswahl am 27. September fehlen in den großen Städten in Nordrhein-Westfalen nur noch vereinzelt Helfer zur Organisation der Stimmabgabe in den Wahllokalen und die spätere Auszählung der Wahlzettel. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp ergab, werden in Bonn und Münster noch Freiwillige für verantwortliche Positionen im Wahlvorstand oder als Schriftführer gesucht. Viele Städte haben wieder freiwillige Helfer verpflichten können, die bereits bei der Kommunalwahl Ende August aktiv waren.

In Düsseldorf werden die 388 Wahllokale am Wahltag mit Helfern «gut gefüllt» sein, wie der städtische Abteilungsleiter Wahlen, Rainer Hübner, erzählt. Die benötigten 3100 Helfer rekrutiere die Stadt aus der Gruppe Freiwilliger, die bereits einen Monat zuvor bei der Kommunalwahl im Einsatz waren. Der Arbeitstag beginnt für die Helfer um 07.30 Uhr, also eine halbe Stunde vor Öffnung der Wahllokale. Während des Wahltages seien die Freiwilligen aber flexibel und könnten auch mal zwischendurch einen Kaffee trinken: «Es müssen immer nur mindestens drei der sieben Helfer in einem Wahllokal anwesend sein.» Jeder Helfer erhält in der Landeshauptstadt eine Aufwandsentschädigung von 40 Euro.

Auch in Köln hat die Stadtverwaltung mit knapp 6000 Wahlhelfern den Großteil der benötigten 6200 Freiwilligen bereits zusammen. «Wir suchen vor allem noch »Springer«, denen es egal ist, in welchem Stadtteil sie eingesetzt werden», sagt Wahlamtsleiter Gerd Rütten. Die Bereitschaft der freiwilligen Helfer der Kommunalwahl, noch einmal anzutreten, sei in Köln sehr groß gewesen: «Solche Leute nehmen wir natürlich dankend ein zweites Mal, weil sie ja schon über ein profundes Wissen über das Wahlprozedere verfügen.» Die Helfer erhalten jeweils 40 bis 60 Euro.

Rund 3100 Dortmunder sind nach Angaben der Stadtverwaltung bereits als Helfer für die Bundestagswahl verpflichtet worden. Auch die Reserveliste, aus der am Wahltag plötzlich erkrankte Wahlhelfer ersetzt werden können, sei voll. Zu 90 Prozent kommen die Freiwilligen aus den Reihen der politischen Parteien. Sie erhalten für ihren Einsatz bis zu 50 Euro.

Die Stadt habe bei der Rekrutierung von Wahlhelfern «eindeutig» von den vorangegangenen Europa- und Kommunalwahlen profitiert, sagt Sprecher Hans-Joachim Skupsch: «Ich bin froh, dass wir niemanden zwangsverpflichten mussten». Im Notfall können demnach in Dortmund wie auch in anderen Städten Bürger per Zufallsauswahl aus dem Einwohnermelderegister für die Aufgabe verpflichtet werden.

In Aachen wurden ebenfalls bereits die 1400 benötigten Wahlhelfer rekrutiert. Viele sind nach Angaben von Hans Poth seit Jahren in der städtischen Kartei: «Wenn ich wählen gehe, treffe ich fast immer die gleichen Helfer», erzählt der Sprecher der Stadtverwaltung. Die Stadt habe vor allem Bedienstete der öffentlichen Verwaltung um Mithilfe gebeten.

Münster setzt hingegen auf Erstwähler als Wahlhelfer. Bereits bei der Kommunalwahl bestand laut Stadtverwaltung rund ein Viertel der Freiwilligen aus den jungen Wahlberechtigten. Damit solle auch das politische Bewusstsein der jungen Menschen gestärkt werden. Wegen der vielen Wahlen in diesem Jahr sei es schwieriger, die 1800 Helfer zusammenzubekommen, sagt Sprecherin Wiebke Borgers. Derzeit fehlten noch rund 300 Freiwillige, vor allem seien Positionen der Wahlvorsteher und Schriftführer noch nicht besetzt. Alle Helfer in Münster erhalten 21 Euro für ihren Einsatz.

Auch in Bonn werden noch rund 40 Wahlvorsteher und 11 mit dem Wählerverzeichnis beauftragte Schriftführer gesucht, wie Elke Palm vom Presseamt sagt: «Diese Leute sind bei Fragen von Bürgern die direkten Ansprechpartner. Daher sollten sie am besten eine gewisse Verwaltungserfahrung haben und eine gewisse Führungsfähigkeit mitbringen.» Insgesamt 2000 Wahlhelfer werden den Angaben zufolge am 27. September in den 197 Wahllokalen der ehemaligen Bundeshauptstadt eingesetzt sein. Sie bekommen rund 35 Euro.

Von ddp-Korrespondentin Lisa Caspari

(Redaktion)


 


 

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