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KVB-Vorstand Reinarz wird wegen U-Bahn-Affäre abgelöst

(ddp-nrw). Die Enthüllungen über den Pfusch beim Kölner U-Bahnbau haben bei den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) zu ersten personellen Konsequenzen geführt. Der Aufsichtsrat hat am Montag den zuständigen Technik-Vorstand Walter Reinarz abberufen. Allerdings bleibt Reinarz bei unveränderten Bezügen im Unternehmen angestellt. Seine zukünftigen Aufgaben standen zunächst nicht fest.

«Diese Maßnahme war erforderlich, um weiteren Schaden von der KVB AG abzuwenden», erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Kuckelkorn. Eine mögliche Pflichtverletzung von Reinarz sei nicht Grundlage dieser Entscheidung gewesen. «Aus Sicht des Aufsichtsrates war dieser Schritt geboten, um schnellstmöglich verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen und das Bauvorhaben Nord-Süd Stadtbahn Köln erfolgreich zu beenden», betonte Kuckelkorn. Versuche des Unternehmens, sich mit Reinarz auf einen Auflösungsvertrag zu einigen, waren erfolglos geblieben.

In den vergangenen Wochen waren immer neue Berichte über Mängel und Manipulationen beim Kölner U-Bahnbau bekanntgeworden. Probleme an der U-Bahnbaustelle Waidmarkt gelten auch als wahrscheinlichste Ursache für den Einsturz des Stadtarchivs und zweier benachbarter Wohnhäuser, bei dem am 3. März 2009 zwei Männer getötet und unzählige wertvolle Kulturgüter verschüttet wurden.

Für Empörung in der Öffentlichkeit sorgte unter anderem der Umstand, dass sich die KVB als Bauherrin des Großprojekts quasi selbst beaufsichtigte. Zuständig dafür war Walter Reinarz. Unter anderen hatte ihm Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) das Vertrauen entzogen.

(ddp)


 


 

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