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Web-Auftritt

Web-Design und Usability 2.0 - Die 10 Regeln der Gastfreundschaft

6. Halten Sie stets etwas Selbstgemachtes bereit: Emotionales Involvement

Wie gestalten Sie den Aufenthalt Ihres Gastes angenehm und unvergesslich? Indem Sie ein unverwechselbares Angebot präsentieren und nicht nur informativ, sondern auch emotional überzeugen. Der USP (USP Marketing) Ihres Online-Auftritts muss absolut zur Geltung kommen. Bieten Sie besonders exotische Artikel in Ihrem Online-Shop an, darf auch das Design der Websites etwas ausgefallener sein. Sind Sie  Geschäftsführer eines erfolgreichen Logistik-Unternehmens? Stellen Sie Videos über Ihren Fuhrpark oder Interviews mit Mitarbeitern „on the road“ online. Verkaufen Sie eine Limonade, die besonders zur heißen Jahreszeit eine kühle Erfrischung bietet? Nutzen Sie Flash-Animationen und stellen Sie Bestellformulare für kostenlose Produktproben zur Verfügung.

Ihren Gastgeber-Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Ob Sie Ihren Gästen Kaffee, Kuchen und ein freundliches Gespräch, oder ein multimediales Online-Paradies anbieten führt auf dasselbe hinaus: Sie involvieren Ihren Besuch sowohl intellektuell als auch emotional. Und sichern sich einen treuen Gast.

7. Sprechen Sie deutlich: Text- und Bild-Design

Sie unterhalten sich gerne mit Ihren Gästen und freuen sich über ein Feedback. Doch damit der Besuch sich intensiv mit Ihren Informationen und Inhalten auseinandersetzt, müssen Sie ihm klar zu verstehen geben, was Sie anzubieten haben und welche Vorteile sich daraus für ihn ergeben. Deshalb empfiehlt es sich, Online-Texte stets aktuell, hochwertig und kompakt zu halten. Ihre Leser werden sich über die Aufteilung von sehr langen Texten auf mehrere Seiten genauso freuen, wie über die eindeutige Auszeichnung von weiterführenden Links. Eine gezielt eingesetzte Bildsprache unterstützt die inhaltliche Aussage zusätzlich. Arbeiten Sie mit Bildausschnitten und stellen Sie Grafiken nie zu klein oder unscharf online. Ein Download-Angebot über die interessantesten Artikel, Bilder oder weiterführende Themen erfreut jeden Besucher zusätzlich.

Erzählen Sie Ihrem Besuch niemals zu viele oder unverständliche Details. Lassen Sie ihn selbst entscheiden, wie viel er hören möchte und zu welchem Zeitpunkt. Präsentieren Sie ihm ausgesuchte Schlagworte, markieren Sie die wichtigen Informationen farbig oder in anderer auffälliger Weise. So weiß Ihr Besucher sofort, woran er ist. Bieten Sie ihm darüberhinaus Feedback-Möglichkeiten. An wen kann er sich bei Rückfragen melden? Seien Sie hilfsbereit, aber nicht aufdringlich.

8. Leisten Sie Gesellschaft: Community-Funktionen

Es gibt diese Momente, da freut man sich, alleine etwas zu erkunden und es gibt jene, da sucht man den Austausch mit anderen Menschen, um Erfahrung und Wissen zu teilen. Geben Sie Ihrem Besuch die Chance, sich nicht nur mit Ihnen, sondern auch mit anderen in Verbindung zu setzen. Stellen Sie ihm Ihre Nachbarn vor, die ähnliche Informationen für ihn bereit halten. Unternehmens- und Kooperationspartner bieten wertvolle Gelegenheiten, Ihr Netzwerk und Ihr Online-Angebot zu stärken.

Ihr Gast möchte sich gelegentlich bestimmt gerne mit anderen Besuchern austauschen. Community-Bildung findet nicht nur auf Social Media-Plattformen statt, sondern bereits bei dem lokalen Fachanbieter für Elektroartikel. Wenn sich die Nutzer einer Website untereinander unterhalten, Produktempfehlungen abgeben oder eine Bewertung des Informationsangebots vornehmen, fühlen Sie sich ernst genommen. Im Zeitalter Web 2.0 möchte jeder an den Online-Inhalten partizipieren und viele ihre Meinung publizieren. Stellen Sie hier genügend Raum
zur Verfügung.

Denken Sie daran, auch das Design anzupassen. Web 2.0-Funktionalitäten werden meist mit Hilfe von Buttons oder Icons angekündigt. Farbliche Verläufe, Schattenspiele, Spiegelungen oder 3D-Effekte sind erlaubt und erwünscht – so lange sie im Rahmen eines klaren Design-Konzepts auftreten und mit dem Gesamtauftritt der Website nicht optisch brechen.

9. Freuen Sie sich über anspruchsvolle Besucher:
Usability und Barrierefreiheit

Nicht jeder Besucher ist wie der andere. Unterschiedliche Ansprüche und Nutzungsgewohnheiten gestalten einen für alle gleichwertigen Web-Auftritt schwierig. Sie sollten daran denken, auch Besuchern mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen einfachen Zugang zu Ihren Seiten zu gewähren. Barrierefreiheit, Accessibility und Usability sind Begriffe, die Sie nicht nur irgendwann einmal gehört haben sollten, sondern aktiv umsetzen müssen. Accessibility und Usability bedeuten, dass ein System leicht erlernbar ist, effizient benutzbar ist und Zufriedenheit beim Nutzer hervorruft. Bei der Benutzung einer Internetseite soll der Besucher so wenig Fehler wie möglich machen, um einer Enttäuschung und somit einem vorzeitigem Verlassen der Seite vorzubeugen. Bieten Sie Zugangsmöglichkeiten zu Ihren Inhalten. Online-Texte sollen statisch und ohne Serifen verfasst sein. Ein Kontrast zwischen Text und Hintergrund sowie ein einfarbiger Hintergrund, der nicht ablenkt, steigern die Lesbarkeit genauso wie sparsame Hervorhebungen im Text. Zudem sollten die Besucher die Möglichkeit
haben, die Schriftgröße nach ihren Vorstellungen zu vergrößern oder zu verkleinern.

Formulieren Sie eindeutige URL mit nicht mehr als 75 Zeichen, die sich die Online-Leser einfach merken können und den Inhalt wiederspiegeln. Im Übrigen ist dies auch sehr nützlich für eine effektive Suchmaschinenoptimierung, da die Web-Crawler Hinweise auf die inhaltliche Relevanz der Website erhalten. Halten Sie die Navigation einfach, kurz und bündig. Nichts ist schlimmer, als eine große Anzahl an Auswahlmöglichkeiten, die den Nutzer mehr verwirren als ihm weiterhelfen. Auch das Design halten Sie lieber minimalistisch. Nutzen Sie ruhig Eye-Catcher, wie zum Beispiel Bilder oder große Flächen, aber setzen Sie die Effekte sparsam ein. Der Online-Besucher ist schnell überfordert und freut sich über optische Anker, denen er folgen kann.

10. Hinterlassen Sie Eindruck: Ihr Kontakt

War Ihr Gast zufrieden bei Ihnen? Verlässt er Sie glücklich, satt und kommt gerne wieder? Fragen Sie ihn! Damit er weiß, wen er für Rückfragen und Mitteilungen kontaktieren kann, stellen Sie ihm Kontaktformulare und eine Online-Umfrage zur Verfügung. Eine Bookmarking-Funktion sowie Sent-to-a-friend und ein Impressum
sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Vielleicht halten Sie ihn mit einem Newsletter regelmäßig über Neuigkeiten auf dem Laufenden? Berichten ihm per Kurznachricht oder Pressemitteilung, was es Neues über Sie gibt? Wenn Sie alle Regeln der Online-Gastfreundschaft einhalten und regelmäßig an Ihrem äußeren Erscheinungsbild arbeiten, werden es Ihnen Ihre Gäste danken und belohnen.

(Tanja Kiellisch, kernpunkt GmbH)


 


 

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