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Website-Performance: Der messbare Augenblick

Was leistet eine Website? Diese Frage müssen sich Website-Betreiber regelmäßig stellen. Denn ob sie alle Funktionalitäten und Aufgaben erfüllt, schnell und ununterbrochen arbeitet sowie alle Nutzeranfragen umgehend ausführt entscheidet über den Erfolg der Website.

Zu lange Antwortzeiten, geringe Verfügbarkeit, ein komplexer Seitenaufbau und fehlerhafte Verlinkungen verärgern den Online-Besucher, so dass die Conversion mit der Zeit sinkt und das Markenbild leidet. Es ergeben sich nachteilige psychologische Effekte, die sich auf das Nutzerverhalten auswirken. Ebenso leidet unter Umständen das Suchmaschinenranking, da diese Werte seit April 2010 von Google berücksichtigt werden.

Moderne Webseiten sind größtenteils komplexe Gebilde aus unterschiedlichen Ressourcen, die teilweise nicht einmal mehr der eigenen Kontrolle unterliegen. Die Verfügbarkeit und Gesamtantwortzeit einer Website setzt sich damit aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen, die sich gegenseitig beeinflussen. Die ursprünglichen Konzepte von Server-Verfügbarkeit und Server-Antwortzeit tragen diesem Umstand nur sehr unzureichend Rechnung. Website-Betreiber stehen vor der Aufgabe, ihr Angebot in einer für den Nutzer sinnvollen Weise zu komprimieren und technisch zu optimieren.

Die Ladezeiten und Verfügbarkeit einer Website resultieren aus unterschiedlichen Einflussfaktoren und Hintergründen, die zu individuellen Nutzerreaktionen führen. Für die Bestimmung von für die Verfügbarkeit und Ladezeit notwendigen Daten stehen verschieden Systeme zur Verfügung. Diese dienen dann als Grundlage für spätere Optimierungsansätze, die wir Ihnen weiter unten genauer vorstellen.

Website-Performance: Was leistet ein Online-Angebot?

Langsame Websites frustrieren den Online-Nutzer. Von 2003 bis 2008 stieg die Größe einer durchschnittlichen Website von 93,7 KB auf 312 KB. Teilweise existieren sogar Websites, die eine Größe von 4 bis 10 MB aufweisen. Ein solcher Umfang überfordert sogar die beste Breitbandverbindung. Die Anzahl der angezeigten Objekte auf einer Website verdoppelte sich im selben Zeitraum auf durchschnittlich 49,9 Objekte. Jedes einzelne Objekt, von Bild über Video, von der Werbeanzeige bis zur Integration von sozialen Plattformen, muss geladen werden – und das braucht Zeit.

Die Performance einer Website ist ein wichtiger Ranking-Faktor im
Suchmaschinenmarketing. Seit April 2010 berücksichtigt der Google-Algorithmus die Ladezeiten von Websites und zählt sie zu den 200 Ranking-Faktoren hinzu. Google misst die Ladegeschwindigkeit auf zwei Arten. Zum einen wird festgestellt, welche Auslieferungszeit zwischen der ersten Anfrage der Googlebots (Webcrawler) und der Auslieferung des letzten Bytes liegt. Zum anderen wird die Zeitspanne bis zur Auslieferung der gesamten Seite gemessen, einschließlich Grafiken, Werbebannern und JavaScript. Dieser Wert fließt in den Google-Algorithmus ein. Insbesondere die beiden letzten Punkte machen dabei bei modernen Webseiten einen signifikanten Anteil aus. Ist die Geschwindigkeit der Webseite nicht ausreichend kann diese von Suchanbietern eventuell nicht intensiv genug gecrawlt werden. Suchanbieter wie Google oder Bing setzen sich für ihre eigene Webseite gar 500 Millisekunden als Zielmarke. Website-Betreiber stehen somit vor neuen Herausforderungen.

Der Nutzer im Mittelpunkt: Psychologische Effekte

Die Geschwindigkeit einer Website hat großen Einfluss auf die Zufriedenheit des Nutzers. Das Internet präsentiert ein nahezu grenzenloses Angebot von Information und Unterhaltung. Wer nicht schnell genug anbietet verliert den gegenwärtigen Interessenten an einen Konkurrenten. Ein weiterer Effekt, der langfristig schwerwiegende Folgen verzeichnet: Das Markenbild leidet erheblich. Ein langsames und nicht zufrieden stellendes Online-Angebot vermittelt auf Dauer den Eindruck mangelnder Qualität. Die ästhetische Wahrnehmung leidet genauso wie die Glaubwürdigkeit des Angebots. Besonders neue Nutzer, die eine Website zum ersten Mal aufrufen, versuchen ihr Glück bei der ersten Enttäuschung nicht erneut. Sie bevorzugen das Angebot der Konkurrenz . Die Conversion-Rate sinkt, virale Effekte bleiben sowieso aus und der Nutzer behält nur eines in Erinnerung: Frustration.

Die Toleranz der Nutzer, auf die Ladezeit einer Website zu warten, ist mehr als begrenzt. Google fand gemeinsam mit Bing innerhalb einer Studie heraus, dass bei der Ladezeit einer Website oft Millisekunden über ihren weiteren Erfolg entscheiden. Selbst minimale Anpassungen der Antwortzeiten führten zu signifikanten Veränderungen. Als die Homepage von Google Maps von 100 KB auf 78 bis 80 KB reduziert wurde, stieg der Traffic innerhalb der ersten Woche um 10 Prozent und in den folgenden drei Wochen noch mal um 25 Prozent. Ein Test des Online-Händlers Amazon ergab ähnliche Ergebnisse. Jede Erhöhung der Ladezeit um 100 Millisekunden erzielte eine Verlaufssteigerung von einem Prozent. Experimente mit Microsoft und Live Search zeigten, dass die Verlangsamung von Suchergebnisseiten um eine Sekunde dazu führte, dass ein Prozent weniger Suchanfragen stattfanden und 1,5 Prozent weniger Werbeklicks verzeichnet wurden. Nachdem die Anzeigeschnelligkeit sogar um 2 Sekunden verschlechtert wurde, fielen die Suchanfragen um 2,5 Prozent und die Werbeklicks um 4,4 Prozent.

Auch eine noch so kurze Nichtverfügbarkeit der Seite wirkt sich stark negativ auf das Benutzerverhalten aus. Insbesondere eine langfristige Bindung des Besuchers an die Seite wird damit untergraben. Die Universität Toledo führte hierzu beispielsweise eine Untersuchung durch, die einen starken Zusammenhang zwischen Besucherloyalität und Verfügbarkeit der Webseite nachweisen konnte.


 


 

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