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Rückenleiden

Wenn Büroarbeit krank macht

Jeder zweite strömt täglich ins Büro, um die Arbeitszeit am Schreibtisch zu verbringen. Rund 17 Millionen sitzen tagein, tagaus vor dem Bildschirm, häufig ohne für Bewegungsausgleich zu sorgen. Chronische Rückenverspannungen und -schmerzen sind oft die Folge.

Da der Mensch nicht zum Dauersitzen erschaffen wurde, nehmen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems kontinuierlich zu“, erklärt Dr. med. Martina Waitz, Ärztin und Chefredakteurin des unabhängigen Gesundheitsportals Onmeda. „Dabei stehen Rücken-, Nacken- und Schulterprobleme auf Platz Eins der Leidensliste.“

So ist laut einer Studie des Robert Koch-Instituts bereits jede fünfte Frau und jeder siebte Mann in Deutschland von Dauerschmerzen im Kreuz betroffen. Aber auch Kopfschmerzen, entzündete Handgelenke oder Augenbeschwerden sind Folge der einseitigen Belastung am Arbeitsplatz.

Wer ständig eine falsche Körperhaltung einnimmt und gleichzeitig die Rückenmuskulatur vernachlässigt, hat neben verkümmerten Muskeln und verkürzten Sehnen mit verschlissenen Bandscheiben zu kämpfen. Mit Hilfe dieser zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule liegenden Faserknorpelscheiben bleibt der Rücken elastisch und beweglich. Besonders die Lenden- und Halswirbelsäule, wo Bandscheibenvorfälle am häufigsten vorkommen, steht unter enormem Druck. Verkommen die Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern, wird der äußere Faserring der Bandscheibe spröde und rissig und es kann zum schmerzhaften Vorfall kommen.

Vom Hexenschuss und der Faust im Nacken

Tritt der stechende Schmerz plötzlich und unerwartet auf und verschlimmert sich beim Husten und Niesen, oder wird sogar ein Bein oder Fuß taub, hat ein „Hexenschuss“ die Lendenwirbel lahm gelegt. Sofortige Ruhe und Schonung leisten hier erste Hilfe. Wenn hingegen die Schulter- und Nackenmuskulatur verspannt sind, ein ziehender Schmerz vom Hinterkopf in den Arm ausstrahlt, gelegentlich Schwindel und Ohrengeräusche einsetzen und die Bewegung des Kopfs eingeschränkt ist, hat es die Halswirbelsäule erwischt. Im akuten Fall helfen Schmerzmittel und Muskel entspannende Wärmepackungen dem Betroffenen, den Kreislauf von Schmerz, Muskelverspannung und Schmerzverstärkung zu durchbrechen. Ist das Leiden chronisch, kann Physiotherapie die Bewegungsabläufe der Wirbelsäule durch gezielte Übungen verbessern. „Eine Operation wird in der Regel erst dann in Betracht gezogen, wenn Behandlungen wie Krankengymnastik auf Dauer keine Linderung bringen und schwere neurologische Ausfälle wie Lähmungen anhaltend auftreten“, erklärt Dr. med. Waitz.

Ausgleichen, abwechseln, abspannen

Soweit soll es nicht kommen? Jeder kann seinen Rücken am Feierabend dabei unterstützen, die verkürzten Sehnen zu dehnen und verhärtete oder verkümmerte Muskeln wieder aufzubauen. Durch Yoga, Pilatesübungen und Beckenbodengymnastik wird die Wirbelsäule mobilisiert und der Rücken gestärkt. Bei der Arbeit ist neben der richtigen Stuhl- und Tischhöhe körperliche Abwechslung das Maß der Dinge. So hilft es dem Kreuz schon, von Zeit zu Zeit die Sitzposition zu ändern, öfter aufzustehen und umherzulaufen oder die Schultern kreisen zu lassen. Erst vor kurzem wurde von einer schottischen Studie bestätigt, dass nicht etwa starres Sitzen im 90 Grad Winkel die Wirbelsäule schont, sondern neben einem dynamischen, abwechslungsreichen Tagesablauf das lockere Zurücklehnen im 135-Grad-Winkel die Bandscheiben am meisten entlastet.

Mehr Informationen zum Thema Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfall gibt es auf www.onmeda.de. Hier bietet u.a. ein virtuelles Rückentraining die Möglichkeit, die Wirbelsäule mit Hilfe von 13 Übungen zu stärken.

(k.olbrisch)


 


 

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