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„Wer Haie jagt, darf nicht mit Fliegen fischen“

Interview mit Andreas Franken, Leiter und Dozent der Akademie für Management-Kommunikation und REDENSCHREIBEN, Bonn, über die Methoden eines guten Redners:

Business-On.de: Herr Franken, was ist der größte Fehler, den ein Redner machen kann?

Franken: Sich bei der Vorbereitung zu 100 Prozent um den Inhalt der Rede zu kümmern.

Business-On.de: Ist es nicht wichtig, dass man seinen Stoff beherrscht?

Franken: Noch wichtiger sind die Menschen.

Business-On.de: Die Menschen beherrschen?

Franken: Nein, sie kennen: ihre Sprache und ihre Begriffswelt. Und um ihre aktuellen Sorgen, Nöte, Interessen wissen.

Business-On.de:
Sie meinen, jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt?

Franken: Den Arzt interessieren andere Themen als den Bergmann.

Business-On.de: Was bedeutet der Satz: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler”?

Franken: Der Redner gleicht einem Angler. Er muss den richtigen Köder auf den Haken spießen. Darum empfehle ich, sich bei der Vorbereitung jeder Rede erst einmal intensiv mit dem Publikum zu befassen. Das kann 80 Prozent Ihrer Zeit benötigen. Aber letztlich hängt genau davon Ihr Erfolg ab. Mit einer Fliege am Angelhaken können Sie 100 Stunden lang versuchen, einen Hai zu fangen. Es wird Ihnen niemals gelingen.

Fünf Orientierungspunkte für Erfolgsredner:

 
1. Gegen Überraschungen gefeit sein heißt vorbereitet sein.
2. In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.
3. Das Publikum zählt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.
4. Sprich anschaulich: Reden ist Kino im Kopf.
5. Weg mit dem Quallenfett: Was gestrichen ist, kann nicht durchfallen.

(Redaktion)


 


 

Andreas Franken
Amakor
Kommunikation
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