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Der Körper als Werbeträger

Von menschlichen Litfasssäulen

Von Rennfahrern und anderen Sportlern ist man es bereits gewöhnt – ihre Sportoutfits sind meist plakativ mit einer Vielzahl von Logos und Werbesprüchen ihrer Sponsoren übersät. Warum also nicht auch andere Menschen als Werbeträger nutzen, dachte sich Mike Brown, Gründer der amerikanischen Firma „Handvertising“.

Seine Firma hat die Hände der Menschen als neue Werbefläche entdeckt: „Wir alle gehen in Bars und Clubs und bekommen dort einen Eintrittsstempel aufgedruckt. Warum die Handfläche nicht anders nutzen?“, fragte sich der Amerikaner und gründete die erste „Handvertising“-Agentur der Welt. Seitdem bietet er seinen Kunden Stempel-Kampagnen an. Die neuen Werbeträger freut es, zwar locken keine großen Gelder, aber auch für Gratis-Drinks und kleine Rabatte sind viele Menschen bereit sich einen werbewirksamen Stempel aufdrücken zu lassen.

Aber warum nur die Handflächen nutzen? Schon vor zwei Jahren vermietete der findige Unternehmer Andrew Fischer seine Stirn – als Fläche für ein temporäres Werbetattoo. Für einen Monat, indem die Werbebotschaft sein Haupt schmückte, zahlte ihm ein amerikanisches Pharmaunternehmen rund 50 000 US-Dollar. Kein schlechtes Geschäft. Auch andere nutzen schöne Körper als auffallende Werbefläche. So heuerten die Betreiber der Online-Casinos „GoldenPalace. com“ seit Jahren die Rücken und Dekolletes von bekannten Sportlern und Sportlerinnen – ebenfalls für temporäre Werbetattoos.

Noch ist diese Art der Werbung selten und der Aufwand groß. Ein temporäres Tattoo auf der Stirn lässt sich nicht einfach am Feierabend ablegen und viele Menschen haben verständlicherweise keine Lust beim Familienessen mit einem Spruch auf der Stirn zu erscheinen.

Doch dieses Problem könnte sich bald lösen: Bei dem „SKIN; Tattoo“ Projekt des Elektronik-Konzern Phillips, soll in Zukunft anstatt normaler, eine elektronische Tinte unter die Haut gebracht werden. Diese soll dann über die Fähigkeit verfügen, je nach Wunsch und Laune die Form wechseln zu können. So müsste man sich nicht für ein Motiv entscheiden, dass sich nur noch aufwendig mit einem Laser entfernen lässt, sondern hätte die Wahl welches Bild man zu welcher Gelegenheit tragen will. Selbst das komplette ausblenden des Körperschmuckes oder bewegte Tattoos sollen möglich werden. Eine kreative Erfindung, die auch für Marketing-Zwecke optimal wäre. Dann könnten auch leicht bekleidete Sportler, wie beispielsweise Schwimmer ihrer Körper leicht als digitale Litfaßsäulen vermarkten.

Kommentar:
Noch lange sind nicht alle Webekanäle erschlossen. Viele neue und kreative Möglichkeiten harren noch darauf entdeckt zu werden. Und auch neue Technologien erschließen ständig neue Chancen. Man muss nur Auge und Geist offen halten.

Mehr aktuelle News im Mindsharing Blog.

(Björn Theis)


 


 

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3 Kommentare

von timur
27.03.08 20:38 Uhr
Literweise frisch vom Fass?

Zur Headline "Von menschlichen Litfasssäulen":
Litfaßsäulen wurden nach ihrem Erfinder benannt. Der hieß nämlich und namentlich Ernst Litfaß.

von Widget
31.03.08 08:53 Uhr
Danke für den Hinweis

Danke für den Hinweis. Mehr dazu gibt es unter http://de.wikipedia.org/wiki/Litfa%C3%9F zu lesen.

von jam
18.01.12 15:17 Uhr
Menschen als Werbefläche

Ich würde gern mein Körper als werbe fläche anbieten , aber weiß nicht wo ich mich anwenden soll

 

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