Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Aktuell News
Weitere Artikel
Unternehmen

Postbank kämpft trotz schwarzer Zahlen mit Wertkorrekturen

(ddp.djn). Die Postbank hat im ersten Quartal die Rückkehr zu schwarzen Zahlen geschafft, muss aber noch mit Wertkorrekturen auf Risikoprodukte und einer gestiegenen Risikovorsorge kämpfen. Unter dem Strich sei der Konzerngewinn nach Ertragsteuern und Dritten um 2 Millionen auf 96 Millionen Euro gesunken, teilte die Postbank am Mittwoch mit. Auch bleibe das Handelsergebnis mit minus 83 Millionen Euro in der Verlustzone, auch wenn der Verlust im Vorjahreszeitraum mit 107 Millionen Euro noch höher lag.

Bereits Ende April hatte die Bank mitgeteilt, im ersten Quartal 2010 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt zu sein. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 131 Millionen Euro nach einem Minus von 71 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Bei der Rückkehr zu einem Gewinn half im ersten Quartal das anziehende Kundengeschäft und dabei insbesondere der Zinsüberschuss.

Mit Hochdruck arbeitet die Postbank daran, die Risiken in ihrem Kreditportfolio zu reduzieren. Gleichwohl sind die Risiken immer noch so hoch, dass sie die Vorsorge im Kreditgeschäft um 32 Millionen auf 140 Millionen Euro erhöhen musste. Das zu knapp 30 Prozent der Deutschen Bank gehörende Institut nahm zudem Wertkorrekturen (Impairments) auf das strukturierte Kreditersatzgeschäft von insgesamt 16 Millionen Euro (Vorjahr: 35 Millionen Euro) vor. Insgesamt betrugen die krisenbedingten Belastungen im ersten Quartal 98 Millionen Euro nach 279 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Die gesunkenen Belastungen aus strukturierten Kreditprodukten seien durch den Ausfall des US-Versicherers Ambac (minus 74 Millionen Euro) verzerrt worden, erklärte die Postbank. Sowohl für die bereits ausgefallene Ambac Assurance als auch für entsprechende Positionen der Ambac Financial Group seien Wertkorrekturen vorgenommen worden. Die Kernkapitalquote betrug Ende März unter Einbeziehung der Marktrisikopositionen 7,3 Prozent gegenüber 6,6 Prozent Ende 2009.

Erfolge verzeichnete die Postbank im Spargeschäft. Das gesamte Einlagevolumen stieg gegenüber dem Vorjahresende nochmals um 560 Millionen auf 92,6 Milliarden Euro. Auch das Wertpapiergeschäft wuchs gegenüber dem schwachen Vorjahresvergleichsquartal deutlich.

Einen klaren Gewinn für 2010 hatte Vorstandsvorsitzender Stefan Jütte bereits zuvor angekündigt und bei der Hauptversammlung jüngst bekräftigt. Allerdings geht er nicht davon aus, dass die restlichen Quartale des laufenden Jahres ähnlich stark verlaufen werden wie das erste Jahresviertel. Grund seien die anhaltenden Unsicherheiten an den Kapital- und Immobilienmärkten.

(ddp-Korrespondent Ulrich Breitbach)


 


 

Postbank
Quartal
Wertkorrekturen
Vorjahresquartal
Zahlen
Verlust
Kreditersatzgeschäft
Belastungen
Rückkehr

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Postbank" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: