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Wirtschaftsclub Köln

Designhauptstadt Köln

Die zunehmende Bedeutung von Design als Wirtschaftsfaktor in der Designmetropole Köln gab den Impuls für die Gründung des Vereins KölnDesign e. V, einer Initiative des Amts für Stadtentwicklung. Der Verein soll der Bündelung von kreativem Potenzial im Hinblick auf eine engere Verzahnung mit den Verantwortlichen der Wirtschaft dienen und zugleich als Dachmarke für die regional agierenden Mitglieder fungieren. Dr. Bernd Weidemann, Vorstandsmitglied des Vereins KölnDesign e.V., hielt am 2. September auf Einladung von RA Christian Kerner vor dem Wirtschaftsclub Köln e. V. ein Impulsreferat zum Thema "Design muss sein".

KölnDesign als Portal ist zugleich Netzwerk, Informations- und Kontaktbörse – und zwar sowohl für die Wirtschaft, die Anbieter mit dem passenden Portfolio für die von ihr benötigten Dienstleistungen sucht, als auch für die Kreativunternehmen selbst, die ihre Kompetenzen in einer unabhängigen Institution dokumentieren. Diese wendet sich an die Wirtschaft und bietet Einblicke in die Arbeitsweise der Designer, Informationen über die Zusammenarbeit mit Kreativen und den daraus erzielbaren Nutzen für die Unternehmen.

Dr. Bernd Weidemann ging in seinem Vortrag insbesondere auf Entwicklung und den Ausbau des Designstandorts Köln sowie auf die besondere Bedeutung der Designszene für die regionale Wirtschaft ein. Dass der Standort Köln – an den Umsätzen der Kreativszene gemessen – deutschlandweit den dritten Platz belegt, wurde bereits als beachtlicher Erfolgsfaktor aufgefasst. Während Berlin, was die Umsätze angeht, schon sehr nahe an Köln herankommt, sind in Köln eindeutig noch mehr Beschäftigte im Kreativbereich tätig. Entsprechend groß ist auch die Bedeutung des Designstandorts Köln für die Vergabe von Ausbildungsplätzen. Dass in Köln – vor Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf – bundesweit die höchste Anzahl von im Kreativbereich tätigen Unternehmen ansässig ist, sorgte dann erst recht für Erstaunen. Benchmark für die Entwicklung des Designstandorts Köln kann daher nur eine Stadt außerhalb der Bundesrepublik Deutschland sein – Paris! Die wachsende Bedeutung der Kreativszene hat ihrerseits wiederum eigene – wirtschaftsfördernde – Initiativen zur Folge, und insgesamt wirkt sich die enge Verzahnung von Wirtschaft und Design wiederum auf die Qualität der Leistungen aus – insgesamt eine sehr positive Entwicklung!

Ähnlich sieht dies auch das Land Nordrhein-Westfalen. Im aktuellen Kulturwirtschaftsbericht wird festgehalten, dass Köln den Spitzenplatz hinsichtlich der im Bereich Designwirtschaft tätigen Unternehmen einnimmt. Das Land sieht die notwendige Clusterbildung für die wirtschaftliche, kulturelle und kreative Entwicklung einer Region im Bereich Design in Köln beispielhaft gelungen. Nicht unerwähnt bleiben darf für das Renommee Kölns als Designstadt die Köln International School of Design, deren internatonale Anerkennung u.a. auch darauf beruht, dass die Designschule ihr Konzept frühzeitig auf eine integrative Vermittlung und Bearbeitung komplexer Designaufgaben umstellte.

Christian Kerner, Geschäftsführender Vorstand des Wirtschaftsclub Köln, wies anschließend darauf hin, dass das Thema Design und Wirtschaft, insbesondere die zukünftige noch stärkere Positionierung Kölns als Deutschlands Designhauptstadt, auch vom Wirtschaftsclub intensiviert und unterstützt wird.

(Karin Bäck)


 


 

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Christian Kerner

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