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Wirtschaftsclub Köln e. V.

Neujahrsempfang des Wirtschaftsclub Köln e.V. im Dom Hotel

Zahlreiche Gäste und Mitglieder des Wirtschaftsclub Köln e. V. folgten der Einladung zum Neujahrsempfang im Dom Hotel. 2007 war, wie der 2. Vorsitzende des Clubs, Rechtsanwalt Christian Kerner, in seinem Rückblick hervorhob, ein gutes Jahr für den Club mit zahlreichen wichtigen Veranstaltungen und Initiativen!

Der geschäftsführende Vorstand des Wirtschaftsclub, Christian Kerner, bedankte sich bei den Mitgliedern, die zahlreiche Veranstaltungen des Clubs am 1st Tuesday des Monats durch Impulsreferate bestritten haben, für ihr gleichbleibend starkes Engagement im letzten Jahr.

Er erinnerte dabei an die lebhafte Podiumsdiskussion zum Thema „Braucht Köln den Dom“ mit Bürgermeisterin Angela Spitzig. Ausgangsthese der Diskussionsrunde war der Ansatz, dass Köln als Wirtschaftsstandort überwiegend auf den Dom als Marke setzt und sich zu sehr auf die Anziehungskraft dieses Baudenkmals verlässt. Die „kölsche“ Mentalität kommt diesem Gedanken sehr entgegen. Im Rahmen der Diskussion waren die Teilnehmer sich letztlich einig, dass Köln den Dom braucht. Trotzdem muss in Zukunft flexibler und offener agiert werden, um den Standort unter wirtschaftlichen Aspekten auch zukünftig attraktiv zu gestalten. Der Wirtschaftsclub Köln wird dieses Thema auch 2008 weiter begleiten.

Kerner wies weiterhin auf das erste Golfturnier des Clubs hin. Besonders hervorzuheben, so der Anwalt, ist die Informationsveranstaltung in der Overbeckschule, Köln Ehrenfeld, die Ende letzten Jahres erstmals durch Mitglieder des Clubs durchgeführt worden war. In halbstündigen Referaten hatten sie interessierten Schülergruppen einzelne Berufsbilder aus ihrem Wirkungskreis nahegebracht. Anschließend standen alle für die Beantwortung weiterer Fragen der jungen Leute zur Verfügung. Besonders zu erwähnen ist, so Kerner, dass unsere Mitglieder im Anschluss an diese Veranstaltung zusätzlich auch Praktikumplätze angeboten haben.

Eine der jüngsten Initiativen des Wirtschaftsclubs ist der KÖLNER Unternehmerpreis 2007. „Es soll ein Unternehmen prämiert werden, das sowohl für eine vorbildliche Unternehmenskultur steht als auch wirtschaftlich erfolgreich ist und sich zum Standtort Köln bekennt. Durch diesen Preis profitieren der Wirtschaftsstandort Köln als auch das ausgezeichnete Unternehmen. Beide werden Ihren Vorteil von dem Interesse der Öffentlichkeit und der Medien haben“, erläuterte Christian Kerner die Motivation für die Vergabe des Preises. Die Prämierung wird voraussichtlich im März 2008 im Dom Hotel stattfinden.

Auf die Höhen und Tiefen auf dem Finanzmarkt ging schließlich Marc Kurtenbach, Direktor Merck Finck & Co. Privatbankiers Köln und 1. Vorsitzender des Wirtschaftsclubs, in seiner Ansprache ein. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer war sicher im letzten Jahr ein für alle Unternehmer sehr wichtiger Faktor. Auch gab es im Verlauf des Börsenjahrs einige stürmische Zeiten, die häufig auf dem amerikanischen oder asiatischen Markt ihren Ursprung hatten. Herr Kurtenbach vertrat die Ansicht, dass sich das Weltwirtschaftswachstum in 2008 verlangsamen werde. Dabei werde es sich aber in Europa und den USA lediglich um eine Wachstumsdelle handeln, die durch die Emerging Markets (Brasilien, China, Indien und Russland) ausgeglichen werden kann.

Sehr positiv hat sich nach Meinung des Vorsitzenden das Jahr 2007 für Köln entwickelt. Die Arbeitslosigkeit ist kontinuierlich rückläufig. Mehr als 12.000 neue Stellen entstanden im Dienstleistungssektor. Dort liegen auch die Stärken der nächsten Jahre. Als Wachstumsbranchen in Köln nannte Kurtenbach die IT, die Medienwirtschaft, Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien, Banken und die Versicherungsbranche. So konnten mit Microsoft und der AMB - Aachen Münchener Beteiligung - weltweit operierende Konzerne für die Domstadt gewonnen werden.

Zu verbessern ist aus Sicht Kurtenbachs die Wahrnehmung zwischen Verwaltung und der Wirtschaft. Der Wirtschaftsclub Köln empfiehlt daher der Verwaltung in regelmäßigen, quartals-/halbjährigen, Gesprächen mit den Unternehmen deren Wünsche genauer abzufragen, um sie initiativ am Ausbau der Wirtschaft zu beteiligen.

Kurtenbach bedankte sich zum Schluss bei seinen Vorstandskollegen für die Unterstützung im letzten Jahr und bei allen Mitgliedern für ihr Vertrauen und ihr Engagement.

Nach dem offiziellen Teil des Abends nutzten die Mitglieder die Gelegenheit zu anregenden Gesprächen, um neue Perspektiven für das noch sehr junge Jahr zu diskutieren.

(Karin Bäck)


 


 

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