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Neujahrsempfang des Wirtschaftsclub Köln

Christian Kerner begrüßte die zahlreich erschienenen Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, darunter auch Repräsentanten der polnischen, türkischen und niederländischen Konsulate. Er hob in seiner Begrüßung insbesondere die internationalen Aktivitäten des Wirtschaftsclub Köln im Jahr 2012 hervor: die Delegationsreisen nach Istanbul und nach Wien, die Kooperation mit dem Wirtschaftsclub K 47 in Wien, die 2013 vertieft und verstärkt werden soll. Der Wirtschaftsclub Köln will im neuen Jahr die Marketingaktivitäten der Stadt Köln begleiten und den Kölner Unternehmerpreis, der eine enorme Presseresonanz genießt, zum 6. Mal verleihen!

Die Rede des Präsidenten, Marc E. Kurtenbach, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung, Merck Finck & Co. Privatbankiers, Vorstand Merck Finck Treuhand -treuhand-die-uebertragung-von-rechten-an-dritte-_id43347.html'>Treuhand AG

Marc Kurtenbach blickte in seiner Neujahrsansprache zurück auf ein schwieriges Jahr in Europa, wo der „Tsunami“ Finanzkrise seine Auswirkungen gezeigt hat. Die Jugendarbeitslosigkeit liege in manchen Ländern schon über 40%. Auch 2013 werde große Herausforderungen mit sich bringen: Die Eurozone werde vermutlich nur um 0,3% wachsen, die Länder Asiens hingegen um 6% und Lateinamerikas um 3%. Die EU habe für die Jahre 2014 bis 2020 eine Milliarde Euro an Fördermitteln eingeplant.

Zum Thema Energiewenden als Faktor der Standortpolitik bemerkte Kurtenbach, dass die Stadt Köln als viertgrößte Millionenstadt Deutschlands exzellent aufgestellt sei: 650.000 Beschäftigungsverhältnisse, eine positive demographische Entwicklung, gefragte Immobilien, eine Eliteuniversität und eine exzellente Lage mit starker Infrastruktur seien überzeugend! Allerdings müsse Köln wieder finanzielle Stabilität erlangen. Ein Schuldenberg von 2,5 Mrd. Euro ist auf Dauer als Last nicht zu stemmen, wir sehen gerade, wohin das in unseren Nachbarländern führt. Sparen ist also für Köln alternativlos, stellte der Präsident des Wirtschaftsclubs fest, vor allem, um bis 2022 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen!

Die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt lasse sich durch den aufgenommenen Markenprozess stärken: „Dessen Bausteine – die starke Wirtschaft, die gute Messe, die hervorragende Lage und Anbindung sowie das Bild der lebenswerten Metropole wollen wir gemeinsam zum Wohle unserer Stadt nach außen tragen!“ Von den lokalen Wirtschaftslenkern und der Politik, wünschte er sich dabei "Mut, Durchhaltevermögen und Fingerspitzengefühl" bei den notwendigen Strukturreformen zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit.

Das Grußwort der Bürgermeisterin Angela Spizig

Angela Spizigs Rückblick auf das Jahr 2012 fiel insgesamt sehr positiv aus: Die Unternehmen in Köln seien gut aufgestellt, die wirtschaftliche Struktur robust, die Investitionstätigkeit zeige Aufwärtstendenzen und das Bruttoinlandsprodukt wachse. Firmen wie Peugeot-Citroen verlegen ihren Deutschland-Sitz nach Köln. Spizig lenkte die Aufmerksamkeit auf das hohe kreative Potential der Domstadt, das während der imm cologne mit zahlreichen Vernissagen und Events besonders stark zutage tritt.

Die Ansprache des Gastredners Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen

Wachstum als Grundlage des Wohlstands und des Fortschritts war das Thema der Neujahrsansprache des NRW-Wirtschaftsministers. Das Bruttoinlandsprodukt sei in Deutschland in den letzten Jahren stärker als in anderen Ländern gewachsen, und das sei auch im kommenden Jahr zu erwarten. Fördern müsse man insbesondere Schulen und Hochschulen – für die Wirtschaft wichtige Kooperationspartner. Für Frauen gelte es gleiche Erwerbschancen zu erzielen. In der Startphase der 3. Revolution finde ein Wechsel von fossiler zu erneuerbarer Energie statt, und es sei wichtig, an der Spitze dieser Bewegung präsent zu sein. Komplexe Lösungen seien hier gefragt, betonte Garrelt Duin, insbesondere, wenn es um Energieeffizienz gehe – etwa durch die Verknüpfung von Strom- und Telefonkabeln. Eine Metropolregion zeichne sich durch drei Cluster aus: IT, Gesamt- und Kreativwirtschaft. Imagefördernd könnten sich dann Events wie die Fashionweek in Berlin auswirken. In NRW müsse es mehr solcher Veranstaltungen geben.
Der Fortschritt sei nur zu gestalten, betonte der Minister abschließend, wenn das riesige Potential an Kommunikation und möglichen Kooperationen ausgeschöpft werde. In diesem Sinne wünschte Garrelt Duin den Gästen ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr, bevor der gesellige Teil des Abends Gelegenheit zum persönlichen Austausch bot.

(Antonie Schweitzer)


 


 

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