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NRW-Freizeitparks von Wirtschaftskrise offenbar nicht betroffen

(ddp-nrw). Trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise sind die Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr von größeren Besuchereinbrüchen offenbar verschont geblieben. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur ddp. Demnach sind die Parks mit der Saison, die in der Regel noch bis Ende Oktober geht, durchaus zufrieden. Einige Parks verzeichnen sogar zum Teil deutliche Zuwächse.


«Viele Gäste haben anscheinend auf einen großen Urlaub verzichtet und machen lieber Ausflüge oder Mehrtagestouren in Deutschland», sagte der Pressesprecher von «Movie Park Germany» in Bottrop-Kirchhellen, Marcel Patalon. Man habe mit bislang rund 300 000 Besuchern in diesem Jahr einen Zuwachs von 23 Prozent zum Vorjahr erzielt.

Einen Besucherzuwachs von etwa acht Prozent meldet der «Potts Park» in Minden. «Offenbar nutzen vor allem Familien die Angebote in der Region verstärkt», sagte Sprecherin Antje Damerau. Zudem sei in diesem Jahr das Wetter «überdurchschnittlich gut» - auch das habe sich positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt.

Nach Ansicht des Pressesprechers des Phantasialands Brühl, Joachim Kamlot, merke man zwar, «dass die Gäste bewusster mit Geld umgehen würden». Dennoch sei damit zu rechnen, dass in dem Freizeitpark «wieder die kalkulierten zwei Millionen Besucher» kommen. Auch der Oktober sei wegen der Herbstferien noch ein wichtiger Monat.

Auch der «Hollywood- und Safaripark» in Stukenbrock verspürt trotz der Wirtschaftskrise keinen größeren Rückgang bei den Besucherzahlen. Auch die Kooperation mit Hotels der Region wurde aufgrund der guten Nachfrage intensiviert, sagte der Sprecher der Pressestelle, Udo Richter. Durchschnittlich 200 000 Gäste kommen pro Jahr in den Park.

Die «geplante Zahl» an Besuchern sei auch im «Fort Fun» im sauerländischen Bestwig erreicht und überschritten worden, sagte Sprecherin Christine Schütte. Konkrete Zahlen nannte die Sprecherin nicht. Allerdings liege man rund fünf Prozent über den Planungen.

Auch die stellvertretende Sprecherin des Vereins Tourismus NRW, Kirsten Lehnert, bestätigt die Einschätzung der Freizeitparks. «Das Stimmungsbild in der Branche ist gut», sagt sie. Vor allem Familien nutzten immer öfter die touristischen Angebote vor der Haustür. «Der Trend geht zu kürzeren Buchungen», erklärt Lehnert.

Nach Angaben des Vereins und des Wirtschaftsministeriums zählt der Tourismus in NRW zu den «Schwergewichten». Mit 17,7 Millionen Gästeankünften in 2008 liegt Nordrhein-Westfalen nach Bayern auf dem bundesweit zweiten Platz. Allerdings setzte die Wirtschaftskrise dieser Entwicklung in diesem Jahr vor allem bei den ausländischen Besuchern zu. So ging etwa die Zahl der Gäste aus den USA in den Monaten Januar bis Mai 2009 um etwa ein Viertel zurück.

ddp/mbo/muc

Von ddp-Korrespondent Michael Bosse

(ddp)


 


 

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