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Arbeitslosenquote

Zahl der Erwerbslosen gesunken

(ddp-nrw). Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im August im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Ende dieses Monats sind nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg vom Donnerstag 3,196 Millionen Frauen und Männer ohne Job registriert. Dies sei ein Rückgang gegenüber Juli um 14 000 Erwerbslose. Im Vergleich zu August 2007 ist dies ein Minus von 510 000. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber Juli um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent.

Auch in Nordrhein-Westfalen ging die Zahl der Erwerbslosen im August zurück, nachdem im Juli kurzzeitig ein Anstieg zu verzeichnen war. Nach Angaben der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur sank zwischen Rhein und Weser die Zahl der Arbeitslosen um 13 840 oder 1,8 Prozent auf 754 400. Im Vergleich zum August 2007 lag die Arbeitslosigkeit gut zehn Prozent niedriger. Die Arbeitslosenquote ging nach 8,6 Prozent im Juli 2008 auf 8,4 Prozent zurück. 

Negative Konjunktur-Signale und Personalabbau-Maßnahmen hätten den NRW-Arbeitsmarkt bislang noch nicht beeinflusst, sagte die Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, Christiane Schönefeld.

Erwartungsgemäß sei die Jugendarbeitslosigkeit im August gesunken. 80 920 unter 25-Jährige seien gemeldet, knapp 3000 weniger als Ende Juli. Die Jugendarbeitslosigkeit habe um knapp zwölf Prozent niedriger als im August 2007 gelegen. 

Auch die über 50-Jährigen profitierten vom Abbau der Arbeitslosigkeit in NRW. Nach 188 710 arbeitslosen Älteren im Juli seien im August mit 186 880 Betroffenen ein Prozent weniger gemeldet gewesen. Das Potenzial der Älteren sollte vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und der Diskussion um den Bedarf an Fachkräften weiter genutzt werden, forderte Schönefeld. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es aktuell knapp 20 000 arbeitslose Ältere weniger. «Das ist ein Abbau um 9,6 Prozent», betonte Schönefeld. 

Die Zahl der Beschäftigten in NRW blieb den Angaben zufolge zur Jahresmitte 2008 mit 5,795 Millionen stabil. Gegenüber Juni 2007 seien rund 130 000 Arbeitnehmer mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen. 

Schönefeld sagte: «Wir registrieren aufmerksam und mit großer Besorgnis die sinkenden Auftragseingänge in der Industrie und die vielen Meldungen über Personalmaßnahmen im Lande.» Allerdings habe sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verändert. Die Wirtschaft reagiere wesentlich flexibler auf Kapazitätsschwankungen als vor einigen Jahren. Weniger Überstunden und Abbau von Arbeitszeitkonten seien die ersten Maßnahmen, befristet beschäftigte Personalkapazitäten würden in einer zweiten Phase reduziert. 

Die Unternehmen seien in der Vergangenheit so schlank geworden, dass sie es sich nicht leisten könnten, die fachlich hoch qualifizierten Kernbelegschaften zu reduzieren. «Wer zu schlank ist, hält beim nächsten Aufschwung nicht mit, denn qualifizierte Fachkräfte sind schon heute nicht beliebig auf dem Arbeitsmarkt zu beschaffen», sagte Schönefeld.

(Redaktion)


 


 

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