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Mehr Arbeitsplätze gleich mehr Wohnbevölkerung

Eine hohe Kaufkraft geht einher mit hohem Beschäftigungsstand. Im Rhein-Sieg-Kreis und im Bonner Stadtgebiet liegt die Arbeitslosenquote zum 30.06.2005 mit 8,5% bzw. 10,3% deutlich unter der landes- (12,9%) als auch bundesweiten (12,6%) Arbeitslosenquote. Der Arbeitsamtbezirk, dieser entspricht dem Kammerbezirk, weist mit 8,2% die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in NRW auf. Im Zeitraum von 1990 bis 2005 sind im Kammerbezirk Zugewinne von ca. 23.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zu verzeichnen. Diese vergleichsweise günstige Entwicklung des Arbeitsmarktes schlägt sich unmittelbar nieder in steigenden Bevölkerungszahlen, die zuvorderst auf Wanderungsgewinne zurück zu führen sind – die Menschen folgen den Arbeitsplätzen in die Region Bonn. Seit 1990 ist die Bevölkerung im Kammerbezirk um rund 13% oder ca. 120.500 Personen gewachsen und ist damit, analog zu Beschäftigungsstand und regionaler Kaufkraft, in ihrer Entwicklung als überdurchschnittlich zu bezeichnen.

Einzelhandel als Motor für Stadtentwicklung

Diese für Einzelhandel und Stadtentwicklung positiven Entwicklungstendenzen werden sich zukünftig verstetigen. Das statistische Landesamt NRW prognostiziert bis 2020 im Kammerbezirk einen Bevölkerungsanstieg von 12,5% der landesweit von keiner anderen Region erreicht wird. Dies gilt auch für die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen. So der Wirtschaftsförderer des Rhein-Sieg-Kreises Dr. Hermann Tengler: „Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl der Arbeitsplätze im Rhein-Sieg-Kreis um 8.000 und damit fast so stark erhöhen, wie in den vergangenen 15 Jahren (+10.000). Mit einem Plus von 6,4% liegt das zu erwartende Wachstum im Rhein-Sieg-Kreis doppelt so hoch wie im übrigen Deutschland (+3,2%).“ Diese positiven Rahmenbedingungen bergen für den Einzelhandel zahlreiche wirtschaftliche Chancen. Und er kann dazu beitragen, die Belebung der Innenstädte zu forcieren und attraktive Wohnquartiere zu schaffen. „Die gezielte Revitalisierung der Innenstädte soll der Entmischung von Funktionen wie Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Versorgung entgegenwirken. Der Einzelhandel ist einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg dieser Anstrengungen“, so das Europäische Netzwerk „Vital Cities“. Zusätzliche Stadtbewohner bedeuten dabei insbesondere für den traditionellen Facheinzelhandel Herausforderung und Chance zugleich. Dieser Philosophie folgt auch das neu entstandene S-Carré in Siegburg: Hier entstehen nicht nur 600 innerstädtische Arbeitsplätze, die sich nicht nachteilig auf die Wohnqualität auswirken, sondern das S-Carré selbst trägt zu einer Aufwertung des gesamten städtischen Umfelds und EZH bei. Der Entmischung von Wohnen, Arbeiten, Freizeit versucht auch das Rheinbacher Hochschulviertel entgegenzuwirken, hier wird die Wiedervereinigung dieser Funktionsbereich aktiv angestrebt. Ähnlich der Situation in Siegburg beeinträchtigt hier die Funktion „Arbeiten“ in keiner Weise die Funktion „Wohnen“.


 


 

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