Sie sind hier: Startseite Köln-Bonn Lokale Wirtschaft
Weitere Artikel

Zurück in die Stadt!

Neue Konzepte der Nahversorgung

Einige Ketten versuchen nun neue Betriebstypen zu etablieren, die die Leistungsmerkmale eines „Tante-Emma-Laden“ mit denen eines Convenience (engl. Komfort, Verbraucherfreundlichkeit) Stores verbinden, so z.B. die Markant Handelsgruppe/ Offenburg mit ihrem Konzept „Ihr Kaufmann“. Nachbarschaftsläden des Typs „Ihr Kaufmann“ wirtschaften auf Flächen von 200-400 m². Durch den hohen Frische- und Convenience-Anteil werden Umsatzrenditen von bis zu 5% erzielt. Ziel ist die Etablierung eines modernen, stark serviceorientierten Nachbarschaftsgeschäfts, das vom Systemeinzelhandel unterstützt wird. In diesem Segment werden in den nächsten Jahren hohe Wachstumsraten erwartet, da die Bevölkerung zunehmend altert (bereits heute sind 32,3% aller Bundesbürger 60 Jahre und älter) und gerade diese Altersschicht eine ausgeprägte Affinität zu kleinen, serviceorientierten und fußläufig zu erreichenden Geschäften hegt.

Fazit

Nach Jahrzehnten der Umlandwanderung und Suburbanisierung setzt eine, wenn auch noch zögerliche, „Rückkehr in die Stadt“ ein. Es scheint eine neue Phase der Stadtentwicklung einzusetzen, die neue Anforderungen an innenstadtnahe Viertel stellt, in denen die Funktionsbereiche Arbeit und Wohnen räumlich konzentriert vereint werden. Das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin schlussfolgert, dass es sich bei diesem „neu erwachten Interesse am Wohnen in der Stadt nicht um eine der vielen Wellenbewegungen auf dem Wohnungssektor handelt, sondern um eine dauerhafte Änderung in der räumlichen Stadtentwicklung.“ Damit der städtische Raum auch im Kammerbezirk Bonn/ Rhein-Sieg eine Zukunft hat, gilt es im Verbund von Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Stadtfunktionen Wohnen, Arbeiten, Versorgen, Freizeit zusammen zu führen. Die Herausforderung wird darin bestehen, innerstädtische Arbeitsplätze und gleichzeitig Wohnraum zu schaffen und dadurch eine Attraktivitätssteigerung des Innenstadtbereichs auch für den Handel herbeizuführen. Mit einer Aufwertung der Innenstädte in den Bereichen Wohnen, Handel und Freizeit können die Städte einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung leisten. Fabian Göttlich, Kurt Schmitz-Temming

Zitat: „Die Bevölkerungsentwicklung ist nach Expertenmeinung durch einen Rückzug aus der Fläche und Wanderungsgewinne in den schon jetzt vorhandenen Verdichtungsräumen gekennzeichnet. Dies sind neue Herausforderungen für den Verkehr, die Siedlungspolitik und auch den Einzelhandel. Das heißt konkret: Weniger ÖPNV und mehr motorisierter Individualverkehr in der Fläche, mehr Wohnfläche in den Städten und ein Bedeutungsgewinn des Innenstadteinzelhandels.“ Kurt Schmitz-Temming, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg

(F.Göttlich, K.Schmitz-Temming)


 


 

Innenstadt
Köln
Bonn
Stadtentwicklung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Innenstadt" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: