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KG a.A.

Defintion der Rechtsform: Kommanditgesellschaft auf Aktien (KG a.A.)

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Die KG a.A. Bezeichnet eine Kommanditgesellschaft auf Aktien und stellt eine Sonderform der KG dar. Es ist eine Mischform zwischen einer Personengesellschaft und einer Kapitalgesellschaft, wobei eine eigene Rechtspersönlichkeit oder juristische Person erhalten bleibt. Der wesentliche Unterschied zur KG ist, dass die Kommanditisten ihre Kapitaleinlage hauptsächlich in Form von Aktien einbringen und nicht mit anderen finanziellen Mitteln.

Funktionsweise und Aufbau der KG a.A.

Bei der Gründung müssen mindestens vier nicht persönlich haftende Aktionäre vorhanden sein. Außerdem muss die Gesellschaft aus mindestens einem persönlich haftenden Gesellschafter, auch Komplementär, bestehen. Hier zeigen sich die Grundzüge der normalen KG. Die Organe dieser Gesellschaftsform sind der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Der Komplementär übernimmt die Vertretung der Gesellschaft vor Gericht und außerhalb und besitzt somit die volle Geschäftsführung aber auch die volle private Haftung. Diese Form der Gesellschaft rückte noch mehr in den Mittelpunkt des Interesses, nachdem der Komplementär ebenso eine GmbH sein kann und damit hier wieder eine Haftungsbeschränkung gilt. Bei der Gründung muss das gemeinsame Vermögen der Gesellschafter (ähnlich der AG) 50.000 Euro betragen. Die Kommanditaktionäre können auch als komplementäre Gründer fungieren. Die Gründung bedarf einer notariellen Beglaubigung und wird mit einem Eintrag in das Handelsregister abgeschlossen. Es muss eine spezielle Satzung geben, in der die Aktien und deren Verteilung auf die Gesellschafter aufgeführt sind.

Vorteile und Nachteile der KG a.A.

Durch den Weg über Aktien ist die Kapitalbeschaffung noch einfacher, als bei einer normalen KG. Außerdem hat der Vorstand eine stärkere Stellung, als in der AG. Damit gibt es eine geringere Übernahmegefahr. Bei großer Kapitaleinlage wird dennoch die persönliche Bindung der Gesellschafter an das Unternehmen bestätigt. Der Komplementär besitzt jedoch weiterhin eine persönliche Haftung mit allem privaten Vermögen. Dies kann nur abgeschwächt werden, wenn die GmbH oder die AG als Komplementär eingesetzt wird. Die Geschäftsführung kann Personal und Handlungen selbst bestimmen. Die Kommanditisten oder auch Kommanditaktionäre haben hier keine direkte Entscheidungsgewalt.

(Christian Weis)



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