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  • 08.01.2014, 13:12 Uhr
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  • Deutschland
Krankenversicherung

Beamte und Krankenversicherung: Das sollten Sie beachten

Beamte bekommen von ihrem jeweiligen Dienstherrn eine Beihilfe – sie sind nämlich in der Krankenversicherung beihilfeberechtigt. Das betrifft Beamten und alle ihre nicht berufstätigen Familienangehörigen. Beamten selbst sind nicht versicherungspflichtig.

Die Beihilfehöhe fällt unterschiedlich aus und beträgt in der Regel für den Beamten 50 Prozent, für den Ehegatten 70 Prozent und für die Kinder 80 Prozent. Den Differenzbetrag müssen die Beamten dann selbst entrichten. Deswegen lohnt sich für Beamten der Abschluss einer Restkostenversicherung. Die Beamten schließen meist einen Krankenversicherungsbetrag bei einem privaten Versicherungsanbieter, die gesetzliche Krankenversicherung hat für Beamte, als freiwilliges Mitglied, nur wenig Sinn.

Krankheitskostenversicherung bei gesetzlich versicherten Beamten

Nur wenige Beamte sind in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert und haben einen Anspruch auf die Beihilfe. Diese Versicherungsnehmer können jederzeit eine Krankheitskostenversicherung bei einem privaten Versicherungsanbieter abschließen. Das betrifft jedenfalls die Personen, die auch sonst beihilfeberechtigt wären. Wenn die Familienangehörigen jedoch durch eine Pflichtmitgliedschaft oder Familienversicherung an eine gesetzliche Krankenversicherung gebunden sind, können sie innerhalb eines halben Jahres nach dem Ende der oben genannten Versicherung in die private Krankenversicherung wechseln. Wertvolle Informationen bezüglich des Berufsbeamtentums bekommen Sie unter http://www.beamten-infoportal.de/ im Internet.

Gesundheitsprüfung bei einer PKV-Mitgliedschaft

Laut Vorschriften ist bei der Aufnahme in die PKV eine Gesundheitsprüfung notwendig. Dabei sollten mögliche Vorerkrankungen festgestellt werden, bei denen ein Risikozuschlag seitens der versicherten Person erforderlich wäre. Bei Beamten sieht das jedoch ein wenig anders aus. Für diese Berufsgruppe gilt der sogenannte Kontrahierungszwang. Das heißt im Klartext, dass sie bei der Erstverbeamtung auch bei nicht versicherbaren Vorerkrankungen in die PKV aufgenommen werden, allerdings mit einem maximalen Zuschlag von 30 Prozent. Der Versicherungsschutz bei einer Mitgliedschaft in der PKV kann flexibler gestaltet werden. Das bedeutet, dass der Beihilfebemessungssatz sogar bis auf 100 Prozent aufgestockt werden kann.

Beamte und die gesetzliche Krankenversicherung

Beamte können einen freiwilligen Versicherungsschutz in einer gesetzlichen Krankenkasse genießen. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist im Gegensatz zu einer PKV eine sogenannte Vollversicherung – sie ist nicht beihilfekonform. Für die GKV existieren keine zusätzliche Beihilfeleistungen oder Beitragszuschüsse. Lediglich können die Versicherungsnehmer auf Beihilfeleistungen im Bereich Zahnersatz, Heilpraktiker oder bei eventuellen Wahlleistungen im Krankenhaus rechnen. Deswegen ist eine GKV-Mitgliedschaft für Beamte wenig sinnvoll.

Anwartschaftsversicherung für Beamte

Diese Versicherung gilt für Beamte, und zwar für die gesamte Dauer des Anspruchs auf freie Krankheitsfürsorge. Damit wird den Beamten zugesichert, dass sie ohne wiederholte Gesundheitsprüfung ihre Anwartschaftsversicherung auch dann in eine Restkostenversicherung für Beihilfeempfänger umtauschen können, wenn später eventuelle Vorerkrankungen auftreten sollten. Daraus ergibt sich ein wichtiger Vorteil für den Beamten: Die Versicherungsbetragshöhe wird bei einer sogenannten „großen Anwartschaftsversicherung“ nicht nach dem Eintrittsalter berechnet, sondern einzig und alleine nach dem Alter beim Abschluss der Anwartschaftsversicherung.


(Redaktion)


 


 

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