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  • 13.05.2013, 14:11 Uhr
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  • Deutschland
Kreditinstitute

Eine Alternative zu Deutsche Bank, Commerzbank und Co.

Nach unglaublichen Debatten, Vorwürfen und Skandalen sind es viele Privat- aber vor allem auch Geschäftskunden leid, ihr Vertrauen weiter unerschütterlich in große Kreditinstitute wie die Deutsche Bank, Commerzbank oder sogar Sparkassen alias Landesbanken zu legen. Deswegen suchen bei der aktuell sehr wackeligen Wirtschaftslage besonders die Geschäftskunden nach einer realen Alternative zu den Finanzgiganten unserer Gesellschaft.

Die Auslöser

Aktuell sieht es nicht gerade rosig aus für Deutsche Bank und Co., woraus resultiert das entstandene Misstrauen in die Privatbanken?

Die Deutsche Bank sieht sich aktuell einem Skandal um ihren Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain gegenüber, der sich um dessen vergangene Tätigkeitsfelder im Bereich Corporate Banking & Securitas, der so genannten Libor Affäre dreht. Ihm wird im höchsten Maße Manipulation am Libor Leitzins und eklatante Mitschuld an der Subprime-Krise in den USA vorgeworfen. Neben der Libor Affäre muss sich die Deutsche Bank aber generell noch mit möglichen Strafen aus anderen Rechtsstreitigkeiten auseinandersetzen. Denn der Konzern hat, entgegen den von den USA verhängten Sanktionen gegen den Iran, trotzdem Geschäfte mit und in diesem Land getätigt. Aus diesem und anderen Gründen fürchtet die Deutsche Bank sich vor großen Strafen und beginnt bereits hier Geld für mögliche Strafgelder zurück zu legen. Mit der kürzlich erfolgten Kapitalerhöhung soll das ausgedünnte Kapitalpolster des Unternehmens wieder gut gefüttert werden. Ein relativ stabiler Kurs an der Börse demonstriert die Richtigkeit der Kapitalentscheidung von Seiten der Bank. Die Kapitalerhöhung war ein voller Erfolg, die DB platzierte 90 Millionen frischer Aktien am Markt und schöpfte so fast 3 Milliarden Kapital.

Im anderen Fall hat sich die Commerzbank hart verspekuliert und bewegt sich nun am Rande der vollständigen Pleite. Hier hat der Staat unter die Arme gegriffen und so einen Bankrott der zweitgrößten deutschen Privatkundenbank sowie Abschreibungen in Milliardenhöhe für den deutschen Staat verhindert. Nun ist die Commerzbank AG eine teilstaatliche Institution. Es wurde eine Kapitaltransaktion vorgenommen, um den Kurs für Anleger attraktiver zu gestalten. Um dies zu erreichen, hat die Commerzbank beschlossen, ihr Aktienvolumen um 10% zu reduzieren, also einen Reverse Split im Verhältnis 10:1 durchzuführen. Das heißt, der Anleger hat also nicht mehr 20.000 Aktien zu 1,08 € in seinem Depot liegen, sondern 2.000 Aktien zu 10,80 €. Der Plan ging aus Börsensicht in die Hose, die Anleger fürchteten eine Verzerrung ihrer Investition und einige verstanden die Maßnahme leider falsch, indem sie glaubten, dadurch von vorneherein Geld zu verlieren und so reagierten viele mit einer Abgabe der Aktien an andere interessierte Anleger.

Die Krise hat unsere größten und ältesten Bankhäuser eingeholt und kein Privat- oder Geschäftskunde ist noch gewillt, sich diese Unsicherheit weiterhin anzutun.

Die Antwort?

Laut BaFin haben wir in Deutschland ca. 2093 Kreditinstitute unterschiedlichster Art. Es gibt drei große Teilbereiche, die privaten Banken (Deutsche Bank, Hypovereinsbank), die öffentlich-rechtlichen Banken (Landesbanken wie LBBW, Bayern LB und Helaba) und die Genossenschaftsbanken wie z.B. die Volks- und Raiffeisenbanken. Doch wo findet man noch eine Bank und einen Berater, die wirklich halten, was sie versprechen? Es gibt tatsächlich alternative Kreditinstitute, die 100 % Offenheit und kristallklare Anlagestrategien garantieren. So gibt es z.B. ein Tagesgeldkonto bei der Ethikbank, der Name der Bank mag vielleicht im ersten Moment irritieren. Jedoch hat sich diese Bank der hundertprozentigen ethischen Handlungsweise und Offenheit verschrieben. Sie investieren in Unternehmen, die sich an bestimmte Positivkriterien halten wie z.B. Engagement gegen den Klimawandel, Umweltmanagementsysteme oder Geschäftspolitik unter Beachtung der Menschenrechte. Genauso gibt es Negativkriterien, sollten Unternehmen sich hier angesiedelt haben beziehungsweise tätig sein, macht die Ethikbank einen riesen Bogen um sie. Darunter finden sich Unternehmen, die Militärwaffen herstellen oder vertreiben, Atomkraftwerke besitzen beziehungsweise betreiben oder etwa Kinderarbeit zulassen. Man kann sich für eine strikte Anlagestrategie entscheiden. Die Ethikbank fördert Frauen-, Ethik - und Umweltprojekte jeglicher Art. So kann man sich beispielsweise für den Schutz der bedrohten Baikalrobben und deren Lebensraum über den Global Nature Fund einsetzen.
Ob Banken wie die Ethikbank für jeden einzelnen eine Alternative darstellen, muss jeder für sich selbst herausfinden. Es soll auch nicht verheimlicht werden, dass Ökobanken es tendenziell schwerer haben, sich aus finanziellen Notlagen zu befreien. Durch diverse Managementfehler ist beispielweise auch die Ökobank eG in eine nicht wieder gut zu machende Schieflage geraten und wurde anschließend durch die GLS Gemeinschaftsbank eG übernommen. Durch den staatlichen Einlagensicherungsfond sind die Einlagen der Privatanleger bei Ökobanken genau so sicher wie bei allen anderen Banken. Doch der Trubel kann bei den Kleinen genauso aussehen wie bei den ganz Großen.

(Redaktion)


 

 

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