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  • 19.02.2015, 15:47 Uhr
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  • Deutschland
Kündigung

Arbeitsrecht – was tun bei einer Kündigung?

Eine Kündigung ist immer ein einschneidendes Erlebnis. Mit dem Wegbrechen der materiellen Lebensgrundlage steht man plötzlich vor dem finanziellen Nichts und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Einiges vergessen viele Gekündigte in dieser schwierigen Situation allerdings. Es gibt durchaus Mittel und Wege, sich auf rechtlichem Wege gegen die Kündigung zur Wehr zu setzen.

Einen Fachanwalt für Arbeitsrecht konsultieren

Ein Großteil aller ausgesprochenen Kündigungen ist rechtlich unwirksam, weil gesetzliche Vorschriften nicht eingehalten wurden. Den wenigsten Arbeitnehmern ist dies bekannt. Deshalb nehmen sie die Entlassung hin und sehen sich nach einer neuen Anstellung um. Probleme kann es allerdings geben, wenn es sich um eine außerordentliche Kündigung gehandelt hat. In diesem Fall besteht die Gefahr einer Sperrfrist beim Jobcenter. Während dieser Zeit hat man keinen Anspruch auf Unterstützung. Umso wichtiger ist es, sich Unterstützung bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht zu suchen. In vielen Fällen kann man gegen eine Kündigung nämlich vorgehen. Professionelle Hilfe bei allen Fragen zum Arbeitsrecht findet man z. B. Bei der Kanzlei Sachse.

Kündigungsgründe prüfen

Ein Anwalt für Arbeitsrecht wird zunächst überprüfen, ob ein triftiger Grund für die Kündigung vorliegt. Dabei kann es sich um ein Fehlverhalten, persönliche Ursachen, aber auch um die betriebliche Situation handeln. Weiter stellt er fest, ob die Kündigung wirksam ist. Damit eine Kündigung rechtsgültig ist, muss der Arbeitgeber nämlich zunächst eine Abmahnung aussprechen. Hat sich der Arbeitnehmer beispielsweise ungebührlich verhalten, muss er zunächst einmal verwarnt werden. Wichtig ist hierbei, dass die Möglichkeit zur grundsätzlichen Änderung des Verhaltens besteht.

Arbeitnehmer sollten ihren rechtlichen Spielraum bereits bei einer Abmahnung ausschöpfen. Zwar hat sie zunächst keine negativen Folgen, doch kann sie im Rahmen eines Kündigungsschutzverfahrens zum Fallstrick werden. Möglichkeiten, die einem offenstehen, sind die Gegendarstellung, die Beschwerde bei Chef oder Betriebsrat, die Klage beim Arbeitsgericht oder die Klage auf Widerruf einer unwahren Behauptung.

Klage gegen ungerechtfertigte Kündigungen einreichen

Wenn der Fachanwalt feststellt, dass die Kündigung unwirksam sein könnte, muss die Klage möglichst schnell eingereicht werden. Der Gesetzgeber sieht hierbei nämlich nur eine Frist von 3 Wochen vor. Wenn der Widerspruch in dieser Zeit nicht vorliegt, gilt die Kündigung als rechtskräftig. Das Ergebnis einer Kündigungsschutzklage kann dabei verschieden ausfallen. Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, dass die Kündigung aufgehoben und der Entlassene wieder beschäftigt wird. Hierbei besteht allerdings oftmals das Problem, dass das Verhältnis zum Arbeitgeber so zerrüttet ist, dass eine Wiederaufnahme der Tätigkeit nicht mehr infrage kommt. In diesem Fall sieht das Arbeitsrecht die Zahlung einer Abfindung vor.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass eine außerordentliche Kündigung in eine ordentliche umgewandelt wird. Auf diese Weise lassen sich etwaige Sperrfristen umgehen und Vermittlungshilfen beim Jobcenter ohne Einschränkung in Anspruch nehmen.

(Redaktion)


 


 

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