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Gensoja in Tierfutter gefunden

Immer mehr Tiere werden in der Mast mit gentechnisch verändertem Soja gefüttert. Deutsche Verbraucher sind bisher ahnungslos, da die betroffenen Speisen nicht ausdrücklich gekennzeichnet werden müssen.

Neusten Schätzungen der Umweltschutzorganisation WWF zufolge sind über 80 Prozent der Soja-Importe für Deutschland gentechnisch verändert. Obwohl mehr als drei Viertel der Deutschen laut Umfrage Gentechnik im Essen ablehnen, sind sie sich über die Verwendung von Gensoja bei der Tierhaltung nicht bewusst. Die Europäische Union schreibt vor, dass genbelastetes Fleisch, Eier und Milch aus konventioneller Tierhaltung nicht zusätzlich gekennzeichnet werden müssen. Lediglich bei Bio-Produkten ist es verboten, diese genmanipulierten Pflanzen an die Tiere zu verfüttern.

Abhilfe durch das Gesetz

Die Verbraucherzentrale Hamburg ist empört über diesen Zustand und wendet sich nun an die Gesetzgebung. Die Konsumenten benötigen mehr Transparenz beim Einkauf der Lebensmittel. Dem soll eine grundsätzliche Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel folgen. Soja ist ein wichtiges Futtermittel in der Mast und wird bei den meisten Viehanlagen als Kraftfutter verwendet. Engpässe im Angebot gentechnikfreier Sojabohnen hat die Organisation WWF jedoch widerlegen können. Deutsche Erzeuger sind nicht gezwungen, auf die veränderten Bohnen zurückzugreifen. Gleichzeitig würde die verstärkte Nachfrage an gentechnikfreien Sojabohnen das Angebot auf dem deutschen Markt regulieren und steigern.

Das gentechnisch veränderte Saatgut bringt für die Produzenten in Brasilien, den USA oder Argentinien zwar keine höheren Erträge, lässt jedoch die Pflanzen resistenter werden. Bis heute ist die Kombination von Gensoja mit chemischen Spritzmitteln nicht erforscht und umstritten. Vorwürfe zur Schädigung der Umwelt oder des menschlichen Erbgutes weisen die Produzenten zurück. Der WWF bestätigt außerdem, dass Soja durch andere Futterpflanzen ersetzt werden könnte und damit die Einfuhr der gentechnisch manipulierten Pflanzen abzulehnen ist.

(Redaktion)


 


 

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