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Libor-Skandal

Deutsche Bank muss wegen Zins-Manipulation Rekordstrafe zahlen

Die Skandale in der Finanzbranche reißen nicht ab – Zinsen, Goldpreise, Währungen sollen manipuliert worden sein. Nun hat zumindest ein Skandal die Großbanken eingeholt. Nach einem Vergleich mit der EU-Kommission müssen sie für die aufgedeckte Zinsmanipulation eine Rekordstrafe zahlen. Allen voran die Deutsche Bank mit schmerzlichen 725 Millionen Euro. Ob man bei der Deutschen Bank daraus gelernt hat, bleibt zweifelhaft.

Kommt der viel beschworene „Kulturwandel“?

Im letzten Jahr wurde bei der Deutschen Bank ein großer Kulturwandel angekündigt. Man wolle „alles daran setzen, die Vergangenheit“ aufzuarbeiten. Doch die Vergangenheit scheint auch die Gegenwart zu sein, denn bei jedem neuen Skandal in der Finanzbranche steht die Deutsche Bank noch immer mittendrin. Kürzlich wurde die Manipulation des Goldpreises durch Banken aufgedeckt und beinahe monatlich kommt eine neue Affäre zutage.

Erst gestern kam für eine davon die Rechnung für die Deutsche Bank – die Manipulation der Referenzzinssätze Libor und Euribor wurde abgestraft. Von der Gesamtstrafe von 1,7 Milliarden, die von der EU-Kommission über die beteiligten Banken verhängt wurde, muss die Deutsche Bank immerhin 725 Millionen berappen.

Es muss richtig aufgeräumt werden

Die Deutsche Bank reagiert auf jeden neuen Skandal auf die gleiche Weise. Man schiebt die Geschehnisse auf einzelne Mitarbeiter, die angeblich nicht im Sinne der Deutschen Bank gehandelt haben und nicht deren Werte und Überzeugungen repräsentieren. Wie jedes Mal wird der Kulturwandel beschworen. Dabei ermitteln Behörden im selben Moment wegen des jüngsten Skandals um die Manipulation von Währungskursen.

Die Stimmen werden immer lauter die Bankenbranche zukünftig besser zu kontrollieren. Selbst Wirtschaftsexperten sehen die Ursachen für die gegenwärtige Skandalreihe in einer bisher generellen falschen Marktkontrolle. Auch in den Führungsriegen der Parteien sieht man das immer öfter genauso. Ob am Ende Maßnahmen ergriffen werden, um den Kulturwandel durchzusetzen, werden wohl die nächsten Monate zeigen.

(Christian Weis)


 


 

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