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  • 13.07.2012, 16:45 Uhr
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  • Deutschland
Lieferdienst

Der hart umkämpfte Lieferdienst-Markt

Das deutsche Unternehmen Lieferando ist in seiner Heimat seit 2007 tätig und genießt eine große Beliebtheit für den Nach-Hause-Service.

Im Nachbarland Österreich ist Lieferando erst seit 2011 mit seiner Online-Plattform aktiv. Die Onlinebestellplattform lieferando.at listet eine Vielzahl von Bestelldiensten von Speisen auf, die per Mausklick Pizza, Pasta, Sushi und Co. nach Hause liefern. Doch die Branche ist seit 2007 hart umkämpft, es drängen immer wieder neue Konkurrenten auf den Markt. Aktuell liefert sich Lieferando einen erbitterten Kampf mit seinem Konkurrenten Lieferheld.

Lieferando vs. Lieferheld

Die beiden Namen der Unternehmen sind bereits ähnlich, die Angebote ebenfalls. Trotzdem, oder gerade deswegen, läuft zwischen Lieferando und Lieferheld ein erbitterter Streit. Laut dem Spiegel fand im Mai dieses Jahres eine Razzia bei Lieferheld statt. Der Grund: Lieferando wurde mehrfach durch sogenannte DDoS-Attacken nicht erreichbar gemacht. Einer der angreifenden Server soll dem Konkurrenten Lieferheld gehören. Dies führte zur Razzia sowie einer Klage gegen das Unternehmen.

Das Geschäftsfeld beider Unternehmen erlebt aktuell einen wahren Boom. Insider schätzen das Marktpotenzial in Europa auf rund 15 Milliarden EUR jährlich. Das Interesse der Investoren ist dementsprechend groß. Dass einige Unternehmen nicht ganz orthodoxe Verfahren einleiten, um eine große Scheibe vom Kuchen abzubekommen, scheint fast verständlich.

Lieferando war zunächst unter dem Namen „yourdelivery“ bekannt, änderte diesen später aber in den heutigen Namen. Lieferheld legte umgehend Beschwerde ein, der Name sei schlichtweg zu ähnlich. Ein weiterer Streitpunkt ist die Zahl der Restaurants aus dem Portfolio Lieferandos: Laut Lieferheld habe die Gegenseite „ihr Angebot frisiert“. Aktuell laufen zahlreiche Verfahren.

Serverausfall und Übernahme

Neben dem juristischen gab es aber auch technische Probleme. Lieferandos Server wurden wie zuvor erwähnt mit sinnlosen Anfragen bombardiert, um die Bestellungen zu minimieren. Durch die enorme Last vielen die Server teilweise stundenlang aus. Die IT-Abteilung von Lieferando analysierte die DDoS-Attacke und stieß auf diverse Angreiferadressen, wovon eine zum Konkurrenten Lieferheld führte. Lieferheld erklärte, dass sie einen Crawler genutzt haben, um die Angaben Lieferandos über die Restaurantzahlen zu prüfen. Die Software gibt automatisch Postleitzahlen ein und zählt die dort aufgelisteten Anbieter. Eine solche Praxis ist laut Lieferheld branchenüblich, „wenn das bei Lieferando zum Zusammenbruch der Systeme führt, haben sie ihre Technik nicht im Griff“, so der Geschäftsführer Fabian Siegel. Wann der Streit geklärt wird, ist vorerst nicht zu sagen. Die Mutterholding von Lieferheld scheint der Streit gar nicht zu stören, sie unterbreitete Lieferando sogar ein Übernahme-Angebot.

(Redaktion)


 

 

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