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Lohnvergleich

Deutschland hat höchstes Lohngefälle Europas

Der Gehaltsreport 2012 der Online-Jobbörse Stepstone zeigt deutlich, dass die Löhne in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ein besonders hohes Gefälle aufweisen. Wie hoch das Einkommen ausfällt, richtet sich nach dem Wohnort, Geschlecht und der Branche.

Männer, die in Hessen wohnen und im Fach Jura promoviert haben und nun für eine große Unternehmensberatung arbeiten, haben laut der aktuellen Studie das höchste Einkommen. Die Studie machte auch deutlich, dass Frauen in Führungspositionen im Durchschnitt 14.000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen.

Die Differenz bei der Bezahlung ist vor allem in den Bereichen Marketing und Vertrieb hoch. Gleichqualifizierte Frauen verdienen hier rund 44.000 Euro im Jahr. Männer dagegen 66.000 Euro. In Finanzbranchen verdienen Männer 34,6 Prozent mehr als Frauen. Weniger Unterschiede gibt es dagegen im IT-Bereich, technischen Berufen oder Ingenieursstellen. Frauen, die in der Unternehmensberatung, Bank oder Chemieindustrie arbeiten können zwischen 58.000 und 60.000 Euro verdienen. Schlecht sieht es dagegen in den Dienstleistungsbranchen aus. Doch auch soziale Dienste, Agenturtätigkeiten, Marketing oder PR werden schlecht bezahlt. Zu den Top-Verdienern gehören immer noch Ärzte, die ein durchschnittliches Bruttojahresgehalt von 89.000 Euro vorweisen können.

Lohngefälle zwischen Mann und Frau bei mehr als 21 Prozent

Laut Aussagen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen im Durchschnitt 21,6 Prozent weniger als Männer in Vollzeit. In den anderen 34 Industriestaaten der OECD liegt die Differenz bei 16 Prozent. Damit ist Deutschland der Industriestaat mit dem höchsten Lohngefälle in Europa. Besonders auffällig wird dieser Umstand, wenn man sich die Zahlen von Norwegen oder Belgien ansieht. Hier verdienen Frauen 8,4 und 8,9 Prozent weniger als ihr männlichen Mitstreiter. Die Frauenquote für Führungspositionen liegt in Deutschland bei unter vier Prozent. In den anderen Ländern der OECD ist jedes zehnte Frau im Aufsichtsrat oder in einer vergleichbaren Position beschäftigt.

Für die Studie wurden 40.000 Personen befragt, die in Vollzeit arbeiten. Das Lohngefälle ergibt sich demnach nicht aus unterschiedlich langen Arbeitszeiten. Als Faustformel gilt: Große Unternehmen zahlen höhere Gehälter. Schließlich ist der Wohnort entscheidend. Die Top-Verdiener arbeiten im Bundesland Hessen. Danach folgen Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Schlusslicht bilden Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

(Christian Weis)


 


 

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