Sie sind hier: Startseite
Weitere Artikel
Kündigungsgrund

Manipulation der Stechuhr/Stempeluhr

Manipuliert ein Arbeitnehmer die Stempeluhr (z.B. indem er nach Betätigung der Stempeluhr das Werksgelände sogleich wieder verlässt oder indem er für einen Arbeitskollegen stempelt), begeht er eine erhebliche Verletzung einer Nebenpflicht aus dem Arbeitsverhältnis.

Häufig stellt ein solches Verhalten sogar einen strafbaren Betrug (§ 263 StGB) zum Nachteil des Arbeitgebers dar. Es ist deshalb – regelmäßig ohne vorherige Abmahnung – eine (verhaltensbedingte) ordentliche Kündigung, in schweren Fällen sogar eine außerordentliche (fristlose) Kündigung sozial gerechtfertigt (LAG Hamm, Urteil vom 20.2.1986, DB 1986, 1338; LAG Berlin, Urteil vom 6.6.1988, DB 1988, 1659 = BB 1988, 1531; LAG Düsseldorf, Urteil vom 21.9.1976, DB 1977, 501 = BB 1977, 1652).

Besteht der ernsthafte Verdacht einer Manipulation, der aber nicht bewiesen werden kann, kommt eine sog. Verdachtskündigung in Betracht (Verdachtskündigung).

Literatur: Besgen/Jüngst, Rdnr. 997 ff; Hueck/v.Hoyningen-Huene, KSchG, § 1 Rdnr. 346; KR-Etzel, KSchG, § 1 Rdnr. 515, 521; Schaub, § 130 II 19; Sowka/Schiefer, Teil H, KSchG, § 1 Rdnr. 384 ff; Preis/Stahlhacke/Vossen, Rdnr. 548

Stechuhr
Manipulation der Stechuhr

(VSRW-Verlag)


 


 

Manipulation der Stechuhr
Kündigungsgrund
Urteil
KSchG
Stempeluhr
Verdachtskündigung
Arbeitgebers

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Manipulation der Stechuhr" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: