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Allensbach-Studie

Mittelstand hat Nachholbedarf beim Recruiting

Ein Drittel der deutschen Unternehmen hat Schwierigkeiten, offene Stellen mit Hochschulabsolventen zu besetzen. Noch mehr Unternehmen bei der Rekrutierung von Führungskräften.

Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen (46 Prozent) haben Probleme bei Einstellung von künftigen Leistungsträgern mit Führungsverantwortung. Trotzdem nutzen viele Unternehmen bis heute nur klassische Rekrutierungskanäle, vor allem im deutschen Mittelstand. Das ergab eine Befragung von 500 deutschen Unternehmen des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Personalberatung Penning Consulting (Düsseldorf).

„Der demographische Faktor macht sich heute bereits in vielen Industrie- und Dienstleistungsbranchen bemerkbar", sagt Stephan Penning, Geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsunternehmens. „Das bedeutet vor allem für viele Mittelständler ein Umdenken in der Personalrekrutierung." 

"Große Unternehmen erarbeiten sich einen Wettbewerbsvorteil"

Trotzdem nutzen Mittelständler nach eigenen Angaben weniger diversifizierte Rekrutierungsstrategien als große Unternehmen. Gerade einmal 57 Prozent der Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern schreiben heute Stellen im Internet aus, 76 Prozent setzen weiter auf Stellenanzeigen in gedruckten Publikationen. Rund zwei Drittel arbeiten heute mit Zeitarbeitsfirmen zusammen, 68 Prozent setzen auf eine bewusste Kontaktpflege zu Schulen und Universitäten. Zum Vergleich: All diese Maßnahmen nutzen vier von fünf großen Unternehmen. „Die großen Unternehmen erarbeiten sich damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil", sagt Personalberater Penning. „Wenn potentielle Bewerber gar nichts von einem Job wissen, dann findet ein Dialog zwischen Bewerber und Unternehmen nicht statt.“

Jobmessen als aktiver Rekrutierungskanal

Vergleicht man die mittelständischen mit den großen Unternehmen, zeigen sich gravierende Unterschiede: 60 Prozent der großen Unternehmen nutzen Jobmessen zum Kennenlernen von potentiellen Kandidaten, wohingegen sich nur ein Fünftel der mittelständischen Unternehmen auf Jobmessen engagiert, um dort nach geeigneten Kandidaten zu suchen. „In einem Arbeitsmarkt, dessen Kräfteverhältnis sich zunehmend zugunsten qualifizierter Fach- und Führungskräfte verschiebt, sind es jedoch genau diese aktiven Rekrutierungskanäle, die einen schnellen und direkten Zugriff auf Kandidaten ermöglichen", sagt Penning.

"Der deutsche Mittelstand steht auch nach der Wirtschafts- und Finanzkrise so gut wie kaum eine Wirtschaft in der globalen Ökonomie dar", sagt Penning. "Mittelständler müssen jetzt aufpassen, dass sie ihren Wettbewerbsvorteil nicht verspielen, weil sie langfristig ihre Qualität nicht halten können. Denn dafür benötigen sie die richtigen Mitarbeiter. Und diese Ressource wird künftig immer knapper werden."

(Redaktion)


 


 

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