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Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: November 2012

„Mit aktuell 94.900 Arbeitslosen können wir in Mecklenburg-Vorpommern einen Rückgang um 3.800 oder 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich melden. Der niedrigste November-Wert seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich mit dem Vormonat Oktober ist die Zahl jedoch...

...saisontypisch gestiegen - um 3.700 oder 4,1 Prozent“, sagte Margit Haupt-Koopmann,Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit. „Das ist nicht ungewöhnlich. Allein 2.100 der zusätzlichen Arbeitslosen kommen aus dem Gastgewerbe. Die Tourismus-Saison an der Ostsee ist zu Ende.“
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 11,2 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
„Trotz der im Vorjahresvergleich positiven Arbeitsmarktentwicklung zeigen erste Indikatoren, dass sich die wirtschaftliche Dynamik abschwächt. Nicht nur die Stellenmeldungen gingen im Vorjahresvergleich um 1.500 oder 3,6 Prozent zurück, auch der Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung ist mit 1.500 oder 0,3 Prozent sehr gering.“ Hier zeigten sich die eingetrübten Konjunkturerwartungen der Betriebe. „Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen, die seit Jahresbeginn unseren regionalen Arbeitgeberservice-Teams gemeldet wurden, ist nach wie vor beachtlich. Doch mit aktuell 40.100 Arbeitsangeboten müssen wir im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 1.500oder 3,6 Prozent melden. Die Unternehmen sind bei Neueinstellungen insgesamt
vorsichtiger.“
Das zeigen auch die Daten zur Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Ihre Zahl - es liegen die September-Werte vor - ist nur um 1.500 oder 0,3 Prozent
gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Die Gesamtzahl liegt nun bei 537.500. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen ( + 1.600), im verarbeitenden Gewerbe ( + 800) und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen ( + 600) wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. In der Zeitarbeit ging die Zahl der Beschäftigten im Vorjahresvergleich um 800 und in der öffentlichen Verwaltung um 700 zurück.
Mit Blick auf das zentrale Thema ‚Fachkräftesicherung‘ betonte Haupt-Koopmann: „Natürlich gibt es verschiedene Gruppen, die wir bei diesem Thema im Blick haben sollten. Doch speziell die Gruppe der ‚ungelernten 25-35-jährigen‘ möchte ich an dieser Stelle hervorheben
- ob arbeitslos oder in Beschäftigung. In Mecklenburg-Vorpommern umfasst diese Gruppe insgesamt 11.800 Frauen und Männer (7.500 Arbeitslose und 4.300 in Beschäftigung).
Hier gibt es ein großes, noch zu wenig beachtetes Potential, das wir durch Weiterbildung entwickeln können.“
Dabei gehe es nicht nur um die Qualifizierung von Arbeitslosen. „Ich möchte die Betriebe insbesondere auf die Potentiale ihrer un- und angelernten Beschäftigten aufmerksam machen.
Diese Gruppe sollte noch stärker die Chance erhalten, sich über Personalentwicklungsangebote für höherwertige Tätigkeiten zu qualifizieren.“ Wichtig sei es ihr in diesem Zusammenhang auch, an die speziell eingerichteten Förderprogramme zu erinnern. „Wenden
Sie sich an die gemeinsamen ArbeitgeberserviceTeams der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Dort werden Sie umfassend über die - auch finanziell interessanten - Angebote informiert.“
Haupt-Koopmann betonte abschließend: „Die Daten für Mecklenburg-Vorpommern zeigen insgesamt, dass sich die wirtschaftliche Dynamik und die Konjunkturerwartungen leicht eintrüben. Allerdings erwarte ich für den kommenden Monat keine ungewöhnlichen Veränderungen:
Die Zahl der Arbeitslosen wird - wie in jedem Dezember - ansteigen.“
Kurz-Info: Arbeitslosigkeit in Kreisen und Städten Arbeitslosigkeit in den Kreisen
• Niedrigste Quote: Ludwigslust-Parchim mit 8,2 Prozent
• Höchste Quote: Vorpommern-Rügen mit 13,5 Prozent.

(Redaktion)


 


 

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