Sie sind hier: Startseite Mecklenb.-Vorpommern Aktuell News
Weitere Artikel
Ausbildung

Gesellenfreisprechung in Stralsund

Rudolph mahnt mehr Übernahmen nach erfolgreicher Ausbildung an

Am Dienstag haben 58 Auszubildende der Kreishandwerkerschaft Rügen-Stralsund-Nordvorpommern nach bestandener Prüfung ihre Gesellenbriefe erhalten. "Unsere heimischen, ausbildenden Unternehmen leisten ausgezeichnete Arbeit. Junghandwerker bieten die Chance mitzuhelfen, handwerkliche Tradition bei uns im Land zu bewahren", sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Dr. Stefan Rudolph anlässlich der Gesellenfreisprechung in Stralsund.

Rudolph dankte den Ausbildungsbetrieben, den hauptamtlich Lehrenden und den ehrenamtlichen Mitgliedern der Prüfungsausschüsse. Die Gesellen kommen aus den Gewerken Maurer, Zimmerer, Ausbaufacharbeiter, Bäcker, Dachdecker, Friseur, Maler und Lackierer sowie Tischler. 71,6 Prozent der Prüflinge hatten nach dreijähriger Ausbildungszeit die Gesellenprüfung bestanden. "Eine konsequente Übernahme von Lehrlingen am Ende einer erfolgreichen Ausbildung sichert die Fachkräftebasis unserer Unternehmen", so Rudolph. Gleichzeitig appellierte der Staatssekretär, die Übernahmequote im Handwerk weiter zu erhöhen. Im Jahr 2010 lag die Übernahmequote bei Unternehmen mit 55 Prozent (Vorjahr 51 Prozent) deutlich unter dem im westdeutschen Durchschnitt (64 Prozent).

Der Staatssekretär machte zudem auf aktuelle Herausforderungen im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam. "Es bestehen Handlungsbedarfe in einer verbesserten Vorbereitung der Jugendlichen auf die Arbeitswelt, in der Sicherung des Fachkräftebestandes heimischer Unternehmen durch optimierte Rahmenbedingungen, zum Beispiel für eine gesicherte Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie in der Integration älterer Arbeitnehmer auf dem ersten Arbeitsmarkt. Und ohne eine anständige Entlohnung werden Fachkräfte kaum noch gewonnen, geschweige denn gehalten werden können", so Rudolph weiter.

Im Handwerk gibt es ausgezeichnete Möglichkeiten seinen beruflichen Weg im eigenen Land zu gehen. "Der Gesellenbrief ist erst der Start für eine berufliche Karriere", so Rudolph. Die Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern werben mit der landesweiten Kampagne "Besser ein Meister" für weitere Karrierechancen im Handwerk. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kampagne aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Insbesondere Jugendliche sollen ermuntert werden, in einem Handwerksbetrieb eine Ausbildung zu absolvieren und später mit der Meisterqualifikation über gute Perspektiven als Führungskräfte oder selbstständige Unternehmer zu verfügen.

Das Handwerk ist mit der bedeutendste und vielseitigste Wirtschaftszweig in unserem Bundesland. "Mecklenburg-Vorpommern beherbergt allein 20.000 Betriebe, die etwa 97.000 Menschen Arbeit und Einkommen geben und einen Umsatz von 9 Milliarden Euro erwirtschaften. Fast jeder fünfte Erwerbstätige in MV arbeitet für das Handwerk", so Rudolph abschließend.

(Redaktion)


 


 

Handwerk
Rudolph
Fachkräfte
Gesellenbrief
Mecklenburg-Vorpommern
Stefan Rudolph

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Handwerk" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: