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Ausbildungsplätze

Mecklenburg-Vorpommern: Noch 1.300 freie Ausbildungsplätze

„Jeder Jugendliche wird gebraucht. Wir müssen die Jugendlichen im Land halten und ihnen berufliche Perspektiven aufzeigen.“(Margit Haupt-Koopmann)

Arbeitgeber auch in den nächsten Jahren gefordert: Jugendliche mit Start­schwierigkeiten brauchen eine Chance / Attraktive Ausbildungsangebote halten junge Leute im Land

· Besonders im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Handwerk sowie im Einzelhandel werden noch Auszubildende gesucht

In Mecklenburg-Vorpommern haben sich im Berichtszeitraum Oktober 2011 bis September 2012 8.902 Jugendliche in den regionalen Arbeitsagenturen als Bewerber gemeldet. Von ihnen waren Ende September noch 202 ohne Ausbildungsvertrag. Im gleichen Zeitraum wurden 12.018 Ausbildungsplätze gemeldet. 1.304 konnten bis Ende September nicht besetzt werden.

„Die Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist die zentrale Herausforderung für die Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Sie müssen alle Wege nutzen, um den Fachkräftebedarf und damit ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu sichern“, betonte Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Ar­beit, heute (05.11.2012).

Zu diesen ‚Wegen‘ gehörten auch attraktive Ausbildungsangebote – von den Vergütungs­regelungen bis hin zu den Übernahmechancen nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung. „Hier sind die Arbeitgeber gefordert, damit die Jugendlichen ihre Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern absolvieren. Denn jeder Jugendliche wird angesichts der demogra­fi­schen Entwicklung gebraucht. Um sie im Land zu halten, müssen wir ihnen berufliche Perspek­tiven aufzeigen.“

Darüber hinaus appellierte sie an die Arbeitgeber: „Geben Sie auch Jugendlichen eine Chance, die Sie auf den ersten Blick nicht überzeugt haben. Noch 202 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber sind bei uns gemeldet. Nutzen Sie dieses Potenzial. Häufig - und dies kann ich nicht oft genug wiederholen - wird mancher Bewerber auf den zweiten Blick zur ersten Wahl. Über mögliche Unterstützungsleistungen, etwa ausbildungsbegleitende Hilfen (abH), infor­miert Sie der regionale Arbeitsgeberservice.“

An die noch unversorgten Jugendlichen gerichtet, sagte Haupt-Koopmann: „Die aktuell laufenden Nachvermittlungsaktionen von Arbeitsagenturen und Kammern zeigen, dass noch gute Aussichten bestehen, bis zum Jahresende einen Ausbildungsplatz zu finden. Ich kann nur alle Jugendlichen ermutigen, die noch suchen: Verschenkt keine Chancen! Entwickelt mit der regionalen Berufsberatung neue Perspektiven! Bei entsprechender beruflicher und regionaler Mobilität gibt es interessante Alternativen. Einstiegschancen bietet vor allem das Hotel- und Gaststättengewerbe, das Handwerk sowie der Einzelhandel.“

Abschließend forderte Haupt-Koopmann alle Schülerinnen und Schüler auf, die im Jahr 2013 ihre Schulzeit beenden, sich frühzeitig über die sie interessierenden Ausbildungsberufe zu in­formieren. „Ich möchte hier nicht nur unsere Internetangebote unter www.planet-berufe.de. und www.abi.de sowie die Berufsinformationszentren der regionalen Arbeitsagenturen erwähnen. Noch wichtiger ist es, bereits jetzt einen Gesprächstermin mit der örtlichen Berufs­be­ratung zu vereinbaren. Je früher dies passiert, desto größer sind die Chancen, den gewün­schten Aus­bildungsplatz in der Heimatregion zu be­kommen.“

Info I: Daten Ausbildungsmarkt M-V (Ende September 2012)

· Unversorgte Bewerber/-innen: 202 / Vorjahr: 182

· Unbesetzte Ausbildungsplätze: 1.304 / Vorjahr: 1.194

Info II: Top 10 der unbesetzten Ausbildungsplätze

· Koch/Köchin: 211

· Restaurantfachmann/-frau: 203

· Hotelfachmann/-frau: 166

· Fachkraft Gastgewerbe: 57

· Kaufmann /-frau im Einzelhandel: 50

· Verkäufer/-in: 40

· Elektroniker/-in: Energie- und Gebäudetechnik: 27

· Anlagenmechaniker/-in: Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 27

· Friseur/-in: 25

· Konstruktionsmechaniker/-in: 21

Info III: Ansprechpartner/-innen

· Einen Beratungstermin bei der Berufsberatung können Jugendliche unter der Service-Rufnummer 01801-555 111* vereinbaren.

· Für die Meldung zusätzlicher Ausbildungsplätze oder bei Fragen zu den so genannten ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) können Personalverantwortliche die Arbeitgeberservice-Rufnummer 01801 66 44 66 nutzen (Festnetzpreis 3,9 Cent pro Minute, Mobilfunkpreise höchstens 42 Cent pro Minute)

(Redaktion)


 


 

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