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automotive-mv e. V.

6. Branchentag des automotive-mv e. V. bei der Oberaigner Automotive GmbH in Laage

Über 100 geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung trafen sich am 11. April 2013 zum Branchentag des automotive-mv e. V. bei der Oberaigner Automotive GmbH in Rostock-Laage.

Der traditionelle Jahreshöhepunkt der Automotive-Unternehmen in

Mecklenburg-Vorpommern fand mittlerweile zum sechsten Mal statt. „Prozesse und Ressourcen – Herausforderungen für die Automotive-Industrie in Mecklenburg-Vorpommern“ lautete das Leitthema der Veranstaltung.

Der Branchentag war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg, was die Organisatoren insbesondere auch dem Gastgeber, der Oberaigner Automotive GmbH, die mit ihrer Werkhalle eine tolle Tagungslokation zur Verfügung stellte, zu verdanken haben. Die Oberaigner
Automotive GmbH produziert Achsen- und Getriebetechnik für allradgetriebene Nutzfahrzeuge wie Mercedes-Benz Sprinter und andere Transporter und montiert diese in ihrem Werk in Laage in die entsprechenden Fahrzeuge. Die Gäste der Veranstaltung konnten sich schon während der Eröffnung ein Bild davon machen, da ein attraktives Spalier von Oberaigner- Fahrzeugen den Tagungsort „einrahmte“. Später während der Vorträge von Geschäftsführer Georg Oberaigner und Werkleiter Martin Schönborn und vor allem während des
Betriebsrundganges konnten sich alle von den Leistungen und der Entwicklung des Unternehmens überzeugen.

Der Vorstandsvorsitzende des automotive-mv e. V. Dr. Andreas Dikow eröffnete die Veranstaltung und moderierte fachkundig die anschließende Tagung. In seinem Eröffnungsvortrag beleuchtete er die aktuelle wirtschaftliche Situation in der Branche und wies auf Herausforderungen aber auch Chancen für die weitere Entwicklung der
Automobilzulieferindustrie hin. Anhand aktueller Zahlen belegte er die positive Entwicklung der im automotive-mv Netzwerk organisierten Unternehmen: Die Netzwerkpartner beschäftigen mittlerweile ca. 3500 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von 870 Mio. Euro.
Darüber hinaus unterstrich er mit eindrucksvollen Beispielen den Nutzen der Netzwerkarbeit für die Betriebe im Lande. In Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe hat er zudem die Unterstützung und Förderung des Netzwerkes durch die
Landesregierung gewürdigt und die Bedeutung der Branche für die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hervorgehoben.


Minister Harry Glawe unterstrich sodann in seinem Grußwort die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Automobilzulieferer in Mecklenburg-Vorpommern – eine Branche, die in den vergangenen Jahren hochwertige industrielle Arbeitsplätze geschaffen hat und sich damit
genau in der wirtschaftspolitischen Zielrichtung der Landesregierung entwickelte. Er lobte das Engagement von mittelständischen Unternehmern wie z. B. der Familie Oberaigner. Der Minister betonte, dass die Politik zur Stärkung des industriellen Wachstums und zur Überwindung der industriellen Strukturschwäche im Lande auch in Zukunft weiterverfolgt wird.
Dabei wird auch das Branchennetzwerk automotive-mv, für das er weitere Unterstützung auch für das kommende Jahr in Aussicht stellte, eine wichtige Funktion innehaben.

Im weiteren Tagungsverlauf konnte Dr. Dikow mehrere Unternehmensvertreter aus der Automotive-Industrie Mecklenburg-Vorpommerns sowie ihre Vorträge zu den neuesten Unternehmensentwicklungen ankündigen. Dabei standen getreu dem Leitthema der Veranstaltung die Prozess und Ressourcen im Mittelpunkt der Ausführungen. Der Gastgeber Georg Oberaigner stellte den interessierten Zuhörern sein Unternehmen vor.
Die Oberaigner Automotive GmbH, ein Spezialfahrzeugproduzent aus Österreich, ist seit 2011 Mitglied im automotive-mv e. V. Das Unternehmen baut derzeit in Laage bei Rostock seinen Produktionsstandort für die Montage und Auslieferung von modernen allradgetriebenen Nutzfahrzeugen auf der Basis des Mercedes-Benz Sprinter und anderer etablierter Transporter weiter aus. Als Spezialist für hochwertige Allradtechnik und die dazugehörige Getriebe- und
Achsentechnik hat das Unternehmen auf Basis des Mercedes-Benz Sprinter ein eigenes Fahrzeug mit innovativem 6x6 Allradantrieb entwickelt, dessen Montage in Laage schon in vollem Gange ist.

Darüber hinaus gab er einen Ausblick auf die weitere strategische
Unternehmensentwicklung, insbesondere auf die des Standortes in Mecklenburg-Vorpommern.

Werkleiter Martin Schönborn ergänzte diese Ausführungen aus operativer Sicht, verwies auf spezielle Herausforderungen, die sich ein Spezialfahrzeughersteller beim Aufbau einer Serienmontage stellen muss, wie z. B. die Standardisierung und die Variantenreduktion.
Im Anschluss an ihre Vorträge luden Herr Oberaigner und Herr Schönborn die Gäste zur Unternehmensbesichtigung ein, in der sie gemeinsam mit Mitarbeitern stolz das neue Oberaigner-Werk präsentierten.Nach dem sehr informativen Werksrundgang konnten sich die Teilnehmer noch auf vier Fachvorträge freuen.

Livio Birkenkampf, Leiter Beschaffungslogistik bei Webasto Neubrandenburg lieferte in seinem Vortrag einen Einblick in das Heizgerätegeschäft der Fa. Webasto. Besonderes Augenmerk
legte er in seinen Ausführungen auf die vielfältigen Aktivitäten des Neubrandenburger Werkes, um trotz der hohen Anzahl an Zukaufteilen, der enormen Variantenvielfalt und der differenzierten Anforderungen im OEM- und Aftermarket-Geschäft die Kundenwünsche schnell
und in hoher Qualität zu erfüllen. Besonders interessiert waren die Gäste am Angebot von Herrn Birkenkampf, die umfangreichen Erfahrungen des Neubrandenburger Webasto-Werkes bei der effizienten Organisation von logistischen Prozessen im Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Stephan Gappa, Werkleiter der TRW Airbag Systems GmbH in Laage, erläuterte den interessierten Zuhörern in Grundzügen das vollautomatische Montagekonzept bei der Fertigung von Airbag-Gasgeneratoren. Beeindruckend ist, wie das TRW-Werk in Laage die sehr hohen Kundenanforderungen bezüglich Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte mit einem sehr hohen Automatisierungsgrad sowie lückenloser protzessbegleitender Qualitätsprüfung und Dokumentation erfüllt. Mit Hilfe eines Filmes zeigte er anschaulich, wie trotz hoher Komplexität sehr kurze Taktzeiten bei der Fertigung eines pyrotechnischen Seitenairbag-Gasgenerators mit
Hilfe eines innovativen Anlagenkonzeptes realisiert werden können.


Rainer Böse, Werkleiter der Lear Corporation Wismar GmbH, widmete sich in seinem Vortrag einer wichtigen Herausforderung bei der Arbeit mit hochproduktiven und kapitalintensiven Produktionsanlagen – der Reduzierung der Rüstaufwände. Das Lear-Werk hat sich dieser
Herausforderung erfolgreich gestellt, wovon sich eine Reihe von Netzwerkpartnern auch schon vor Ort während eines Rüst-Workshops Ende vergangenen Jahres überzeugen konnten. Herr Böse erläuterte anschaulich in Wort, Bild und Film das systematische Vorgehen seines
Betriebes bei der Reduzierung der Rüstaufwände – dies mit vielen konkreten organisatorischen und technischen Umsetzungsbeispielen.

Dietmar Bacher, langjähriger Geschäftsführer der ACOD GmbH, stellte in seinen Ausführungen die Innovationsstrategie des ACOD-Netzwerkes der ostdeutschen Automobilbauer und – zulieferer vor. Im Mittelpunkt stand dabei die Beteiligung des ACOD an der Projektausschreibung des Bundes „Zwanzig20-Partnerschaft für Innovationen“. Der ACOD hat
sich gemeinsam mit über 30 Partnern aus Industrie und Wissenschaft in den neuen Bundesländern mit einem aussichtsreichen Konzept beworben, in dem die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen zukünftiger Mobilität problematisiert werden. Herr Bacher wies darauf hin, dass das Projekt noch themen- und akteursoffen ist. Er informierte darüber hinaus die Gäste zu den umfangreichen Aktivitäten des ACOD, insbesondere in den verschiedenen Kompetenzclustern und lud die Branchenvertreter aus Mecklenburg-Vorpommern zum Mitmachen ein.

Am Rande der Tagung konnten sich die über 100 Gäste von der Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Zulieferer in Mecklenburg-Vorpommern überzeugen. Die 20 Partner aus dem Zuliefernetzwerk im Nordosten präsentierten in einer Leistungsschau in der Oberaigner-
Werkhalle eine Auswahl ihrer Produkte und Innovationen. Dies trug nicht zuletzt auch dazu bei, dass vieles in den Vorträgen gehörte und am Rande der Veranstaltung diskutierte illustriert und „greifbar“ gemacht werden konnte. Im Mittelpunkt des Interesses standen dabei natürlich die robusten Allrad-Nutzfahrzeuge für verschiedenen Einsatzzwecke aus dem Hause Oberaigner.
Durch zusätzliche Illustrationen und Schnittmodelle wurde die Funktionsweise der Komponenten eines Allrad-Antriebes erlebbar gemacht.
Während des abschließenden Büfetts konnten sich die Gäste stärken, aber auch das gehörte und Gesehene weiter vertiefen und diskutieren.
Am Ende des Tages waren sich die Gäste einig: dies war eine tolle Veranstaltung – mit hochinteressanten Vorträgen, mit einem Super-Tagungsort sowie mit vielen anregenden Gesprächen. Damit konnte sich der Automotive-Branchentag wiedermal als eines der
attraktivsten Wirtschaftsevents in Mecklenburg-Vorpommern präsentieren sowie die Leistungen und die Entwicklung eines der volkswirtschaftlich wichtigsten Branchen des Landes demonstrieren. Einhellig auch die Meinung der Gäste, dass der Tag eine hervorragende
Gelegenheit für den Austausch von Erfahrungen und das Knüpfen von Kontakten war.
Zuletzt sei allen Mitwirkenden herzlich gedankt - vor allem den Referenten für die wissenswerten Fachbeiträge sowie den Herren Georg und Paul Oberaigner sowie Martin Schönborn und Mitarbeiter als tolle Gastgeber!
Vielen Dank aber auch an die Veranstaltungsagentur „sphinx et“ und an das Catering-Team der Fa. Holz, die den Tag organisatorisch und kulinarisch sicherstellten.

Mehr Informationen und Bilder unter:

www.automotive-mv.de

(Redaktion)


 


 

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