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Wie die Stillen im Lande von sich hören machen

Sie werden oft als Eigenbrötler bezeichnet, gelten als schwierig und wenig kommunikativ. Es geht um die Introvertierten. Und weil allein der Begriff "introvertiert" einem Krankheitssymptom gleichkommt, spricht die Expertin und Autorin Sylvia Löhken lieber gleich von den "Leisen".

Dabei geht es gar nicht um eine Minderheit. Schätzungsweise die Hälfte der Menschheit hat eine Tendenz zur Introversion, die andere zur Extroversion. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass Letztere mehr auffallen und anscheinend den Ton angeben. Ihre Bibel heißt "Geh nie alleine essen" (ein toller Tipp für Extrovertierte, eine unsägliche Drohung für Introvertierte) ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Networking ("Bin ich Fischer oder was?", fragt sich der Introvertierte). Mit ihrem interessanten Buch "Leise Menschen - starke Wirkung" schlägt Sylvia Löhken jetzt den Stillen im Lande eine Bresche. Zeigt, wie sie sich mit ihren eigenen Mitteln und Stärken Gehör verschaffen.

Willkommen im Klub von Barack Obama, Albert Einstein, Angela Merkel und Günther Jauch

Dass Introvertierte nicht alle im stillen Kämmerlein vor sich hin werkeln, zeigt Sylvia Löhken gleich zu Beginn mit ihrer eindrucksvollen Prominentengalerie der Introvertierten. Die wenigsten hätten wohl den amerikanischen Präsidenten in dieser Riege vermutet. Er gibt zugleich das schönste Beispiel, wie sich Introvertierte durch Übung und Beharrlichkeit zu begeisternden Rednern entwickeln können. Und genau das ist das Ziel der Autorin. Introvertierten zu zeigen, dass sie sich nicht blenden lassen sollen von der Präsenz der Lauten. Sondern Zutrauen zu ihren Stärken und Fähigkeiten fassen.

Introvertierte und Extrovertierte haben zwei grundsätzlich unterschiedliche Arten, Energie zu tanken

Der zentrale Unterschied zwischen Introvertierten und Extrovertierten (die jeweils selten in Reinform vorkommen sondern sich eher auf einem Kontinuum bewegen) zeigt sich nach Sylvia Löhken daran, "woher die Energie kommt". Extrovertierte schöpfen demnach Energie aus dem Austausch mit anderen. Introvertierte dagegen ziehen sich, um Energie zu tanken, zurück. Löhken findet ein schönes Bild für diesen grundlegenden Unterschied. Die einen sind Windmühlen, brauchen Energie von außen und müssen selbst in Aktion sein, sich "drehen". Die anderen, die Leisen, laden dagegen still und leise ihren "Akku auf", indem sie auf alle anderen Aktivitäten verzichten. 


 


 

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