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Standardbriefe sollen teurer werden

Die Deutsche Post plant ab 1. Januar 2015 eine Anhebung des Preises für den nationalen Standardbrief bis 20 Gramm um zwei Cent auf 62 Cent. Als Grund nannte der Konzern in der vergangenen Woche in Bonn die gestiegenen Personalkosten.

55, 58, 60, 62 Cent – es ist die dritte Preiserhöhung in Folge: Im Jahr 2013 gab es nach 15 Jahren die erste Portoerhöhung. Der Preis für einen Standardbrief stieg von 55 auf 58 Cent. Zu Beginn dieses Jahres ging das Porto hoch auf 60 Cent. Ab dem kommenden Jahr müssen Standardbriefe mit 62-Cent-Briefmarken freigemacht werden.

Zeitgleich soll der Preis für den Kompaktbrief bis 50 Gramm um fünf Cent auf 85 Cent sinken. Die Preise für die Briefformate Groß- und Maxibrief sowie die Postkarte sollen beim Versand innerhalb Deutschlands unverändert bleiben. Auch die Preise für Zusatzleistungen, wie Einschreiben oder Nachnahme im Inland, sollen demnach stabil bleiben, teilte der Konzern mit. Bei den internationalen Briefprodukten erhöhen sich demnach der Preis für den Standardbrief bzw. die Postkarte ins Ausland von bislang 75 auf 80 Cent sowie die Preise für einzelne Zusatzleistungen, Buch- und Presseprodukte und Sendungen zum Kilotarif.

Mit dieser Anpassung des Preisgefüges wolle die Deutsche Post unter anderem deutlich gestiegene Personalkosten auffangen, heißt es. Außerdem investiere das Unternehmen mehrere hundert Millionen Euro in Logistik und Infrastruktur, um für seine Kunden auf Dauer eine auch im internationalen Vergleich herausragende Qualität der Dienstleistungen aufrecht zu erhalten. Dabei verdrängen E-Mail- Korrespondenz (Korrespondenz Definition) und andere Kanäle immer mehr die tradierte Briefzustellung.

Zustimmung der Netzagentur steht noch aus

Einige der genannten Preisänderungen bedürfen der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur im sogenannten Price-Cap-Verfahren. Mit diesem Verfahren ermittelt die Bundesnetzagentur, in welchem Rahmen sich die Preisänderungen bei bestimmten Produkten des früheren Monopolisten bewegen dürfen. Diese Änderungen hat die Deutsche Post nach eigenen Angaben am 1. Oktober 2014 bei der Behörde beantragt, die nun 14 Tage Zeit habe, um über den Antrag zu entscheiden.

2-Cent-Ergänzungsmarken

Für nicht aufgebrauchte Briefmarkenbestände werden weiterhin die schon bekannten Ergänzungsmarken mit einem Wert von zwei Cent in den Filialen oder online zum Kauf angeboten. Somit können vorhandene Briefmarken auch nach dem Jahreswechsel weiter verwendet werden. Ein Umtausch ist nicht nötig. Briefmarken mit dem neuen Portowert von 62 Cent können rechtzeitig noch im Dezember in den Postfilialen und im Internet erworben werden. Darüber hinaus lassen sich einzelne Briefmarken zu jedem gewünschten Portowert jederzeit an einem der bundesweit 2.900 Briefmarkenautomaten ausdrucken.

Preiserhöhung für Infopost

Werbekunden müssten ab 1. Januar beachten, dass für inhaltsgleiche Massensendungen der Preis für das Format „Infopost Groß“ um drei auf 39 Cent pro Stück steige. Der Preis für dieses Produkt erhöhe sich damit zum ersten Mal seit 18 Jahren, so der Konzern. Die anderen Infopost-Formate sollen innerhalb Deutschlands unverändert bleiben. Auch für das Produkt Postwurfspezial erhöhen sich nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder die Preise, hier im Durchschnitt um zehn Prozent.

Weitere Informationen unter www.infopost.de und www.postwurfspezial.de.

(Redaktion)


 


 

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